Juli 2010 - Nutzpflanzen
Fast vergessene Kulturpflanzen bergen Schätze für die Ernährung
Quelle: Stefan Schröder, BLE
Wer kennt sie denn noch, die alten Gemüse aus Großmutters Zeiten? „Guter Heinrich“ wurde bei uns schon zur Römerzeit angebaut und als schmackhaftes Blattgemüse geschätzt. Die Schwarzwurzel, lange als „Spargel der armen Leute“ verpönt, besticht durch ihren herzhaft erdigen Geschmack. Pastinaken ähneln äußerlich dem Rettich, ihr süßlich aromatischer Geschmack erinnert eher an Möhren. Linsen sind gesunde Kraftpakete, die hierzulande kaum mehr angebaut werden. Viele heute seltene Gemüsearten und -sorten entsprechen nicht den Anforderungen an die maschinelle Ernte und eignen sich nicht zur Bildung großer einheitlicher Chargen für den Handel. Im Hausgarten und bei Liebhabern hingegen sind ihre vielfältigen Eigenschaften erwünscht. Sie sollten deshalb im Anbau und nicht nur in Genbanken erhalten werden.
www.slowfood.de und
www.genres.de
Es lohnt sich, die köstliche Vielfalt seltener und regionaler Gemüsearten und -sorten neu zu entdecken – im eigenen Garten, auf dem Markt, beim Kochen oder im Restaurant.
Veranstaltungen:
7.7.2010: Eröffnung der Deutschen Genbank Reben



