Navigation und Service

Erneut Schweinepest bei Schwarzwild Anfang 2009 ausgebrochen

Bezirk mit Wildsammelstellen eingerichtet

Nachdem die letzten Fälle von Klassischer Schweinepest beim Schwarzwild nun eineinhalb Jahre zurück liegen, wurden seit Anfang des Jahres 2009 bei Wildschweinen in rechtsrheinischen Gebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehrere Fälle von Klassischer Schweinepest festgestellt. Die Tiere waren im Rheinisch-Bergischen Kreis, im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Altenkirchen erlegt oder gefunden worden. Neben einer verstärkten Bejagung hat Ende Februar 2009 eine breit angelegte Impfaktion begonnen.

Eine vom Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführte Virustypisierung ergab, dass es sich in einem Fall um den gleichen Virusstamm handelt, der bei den Ausbrüchen im Jahr 2007 im linksrheinischen Kreis Euskirchen isoliert werden konnte.

Zur Bekämpfung der Tierseuche beim Schwarzwild und als Vorsichtsmaßnahme für Hausschweinehaltungen haben die zuständigen Behörden vor Ort umgehend die notwendigen und vorgeschriebenen seuchenhygienischen Maßnahmen ergriffen. Es wurde ein Bezirk eingerichtet, in dem alle erlegten oder gefallenen Wildschweine in Wildsammelstellen gebracht und Proben von ihnen untersucht werden müssen. Erst nachdem negative Ergebnisse dieser Untersuchungen vorliegen, können die Tiere genutzt oder vermarktet werden. Um die Zahl der empfänglichen Tiere zu reduzieren, wurden die Jäger aufgerufen, verstärkt Frischlinge und Überläufer zu bejagen. Um eine weitere Verbreitung der Tierseuche zu vermeiden, beginnt darüber hinaus Ende Februar eine groß angelegte Impfaktion, bei der drei Mal im Jahr im Abstand von wenigen Wochen Köder mit Impfstoff ausgelegt werden.

Für Hausschweine (Zucht- und Nutzschweine), die aus dem gefährdeten Gebiet verbracht werden sollen, muss längstens sieben Tage vor dem Verbringen ebenfalls eine Probe genommen und vor dem Verbringen mit negativem Ergebnis untersucht worden sein. Weiterhin ist für Hausschweinehaltungen die strikte Trennung von Haus- und Wildschweinen (zum Beispiel durch Aufstallung, unterwühlsichere Doppelzäune, Hygienemaßnahmen einschließlich Fütterungshygiene) angeordnet worden. Erkrankungen in Hausschweinebeständen, die auch auf Schweinepest hindeuten könnten, werden labordiagnostisch abgeklärt.

Diese Seite

Unternavigation aller Website-Bereiche