Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsverfahren
Den Verbraucherinnen und Verbrauchern steht ein reichhaltiges Angebot an Lebensmitteln in hoher Qualität zur Verfügung. Konventionell und alternativ erzeugte Lebensmittel im Vergleich
Vollwertige Ernährung ist die Grundlage für die gesunde Ernährung, Quelle: BMELV, Walkscreen
Sie werden nach den geltenden rechtlichen Vorschriften oder darüber hinaus unter Beachtung der EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erzeugt. Pauschale Aussagen zu Auswirkungen von Lebensmitteln auf die Gesundheit oder zum Geschmack sind nicht möglich.
Der hier vorliegende Statusbericht, der 2003 von einer Arbeitsgruppe des Senats der Bundesforschungsanstalten vorgelegt wurde, erhebt nicht den Anspruch, abschließende Antworten auf alle Fragen in diesem Feld zu geben. Er gibt den Stand des Wissens zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder.
Mittlerweile gibt es zahlreiche neue Untersuchungen auf nationaler wie auf internationaler Ebene zur Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsverfahren. Im Rahmen des europäischen Forschungsnetzwerkes ERA-Net-Projektes Core Organic werden Projekte zur Qualität von ökologischen Produkten gefördert (siehe Link). Vor diesem Hintergrund wäre in absehbarer Zeit eine Überprüfung vorzunehmen.
Im Statusbericht einer Arbeitsgruppe des Senats der Bundesforschungsinstitute im Geschäftsbereich des BMELV aus dem Jahr 2003 wird zusammenfassend festgestellt, dass die Produktqualität von Lebensmitteln aus unterschiedlichen Produktionsverfahren zum Zeitpunkt der Publikation insgesamt nicht abschließend vergleichend bewertet werden kann. Hierzu wären noch umfangreiche, gezielt auf einen Vergleich ausgerichtete wissenschaftliche Arbeiten auf der Basis der gängigen Qualitätsbeurteilung erforderlich, darunter insbesondere Studien, die gezielt mögliche Unterschiede im gesundheitlichen Wert von ökologisch und konventionell hergestellten Produkten, untersucht am Zielorganismus Mensch, darstellen können.
Ausgewogene Ernährung wichtig
Seit der Vorlage des Berichts wurden europaweit viele weitere Studien durchgeführt, die in Deutschland durch das Bundesprogramm Ökolandbau (BÖL) auch teilweise finanziell gefördert wurden. Nach wie vor hochaktuell ist ein Fazit des Statusberichts 2003: Für die Gesundheit des Menschen ist in erster Linie eine ausgewogene Ernährung wichtig, also insgesamt eine geringere Verzehrsmenge und dabei weniger Fett und Fleisch, jedoch viel Gemüse und Obst.
Aspekte höherer Prozessqualität der Lebensmittelerzeugung, wie zum Beispiel Naturverträglichkeit und Erhalt von Kulturlandschaften beispielsweise durch Ökologischen Landbau werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern wahrgenommen und können zu deren Wohlbefinden beim Lebensmittelkonsum und -verzehr beitragen und somit indirekt Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben.





