Fairer Handel und kleinbäuerliche, ökologische Landwirtschaft
Kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft sind der Schlüssel für zukunftsfähige Welternährung.
Wir wünsche uns von der Politik Maßnahmen zur Förderung kleinbäuerlicher Strukturen und zur weltweiten Verbreitung der Prinzipien des Öko-Landbaus. Interessen von Kleinbauern und -produzenten im Süden müssen in die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik einfließen. Denn eine nachhaltige Ernährungssicherung ist nur dann möglich, wenn ärmere Länder ihre eigene Produktion stärken, Abhängigkeit von Importen reduzieren und sich so vor zunehmenden Preisschwankungen und Billigimporten auf den Weltmärkten schützen können. Dumping-Exporte (ermöglicht durch indirekte Subventionen) in Entwicklungsländer müssen beendet werden. Die EU muss internationale Verantwortung für eine ausgewogene Entwicklung der Weltagrarmärkte und der Welternährung übernehmen. Die Vergabe der Subventionen muss transparent sein.
Wir fordern daher: Unterstützung des Fairen Handels als Instrument zur Armutsbekämpfung, Umsetzung der Forderungen des Weltagrarberichts, Abschaffung der Agrarexportsubventionen und der Förderung von Überschussproduktion, Bereitstellung von Forschungsgeldern für den Öko-Landbau auch in Trockengebieten und tropischen Klimazonen, Etablierung sozialer und ökologischer Kriterien für die Herstellung und Verwendung von Agrartreibstoffen und anderen nachwachsenden Rohstoffen.
Johannes Krisinger, EineWeltLaden Kastellaun e.V., 18. Juni 2011

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