Bei großer Hitze Transporte von Heim- und Nutztieren möglichst vermeiden
Tiertransporte bei hohen Temperaturen beanspruchen die Anpassungsfähigkeit der Tiere stark. Das gilt nicht nur für lange Strecken oder in südlichen Ländern: auch kurze Transporte hierzulande können im Sommer zu einer erheblichen Belastung führen.
Tiertransport auf der Autobahn im Sommer, Quelle: aid / Peter Meyer
Der verantwortliche Tierhalter hat bei Tiertransporten sicher zu stellen, dass es nicht zu einer vermeidbaren Beeinträchtigung des Tierwohls kommt.
Lange Transporte landwirtschaftlicher Nutztiere werden von den zuständigen Behörden der Länder vor Fahrtbeginn überprüft und abgefertigt. Gegenstand der Prüfung sind auch die auf der gesamten Route zu erwartenden Temperaturen. Im Falle hoher Temperaturen kann die Behörde geeignete Maßnahmen treffen, um den Tierschutz zu gewährleisten, zum Beispiel
- Untersagen des Transportes,
- Verringern der Ladedichte,
- Bereitstellen von ausreichend Trinkwasser oder
- Verlagern der Haupttransportzeit in die kühlen Abend- und Nachtstunden.
Auch bei Heimtieren an Pausen und Wasserversorgung denken!
Quelle: holdeneye - Fotolia.com
Auch für Heimtiere ist das häufig ungewohnt warme Klima auf Reisen eine starke Belastung, die zur Überbeanspruchung der Wärmeregulation des Tieres bis hin zu dessen Tod führen kann.
- Fahren Sie daher in den kühleren Morgen- oder Abendstunden oder in der Nacht und legen Sie ausreichend Pausen ein.
- Sorgen Sie für einen ausreichenden Luftaustausch im Transportraum, aber vermeiden Sie Zugluft.
- Versorgen Sie Ihr Tier mit ausreichend Wasser und beobachten Sie sein Verhalten, um Anzeichen einer eintretenden Überhitzung erkennen zu können und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Das Zurücklassen von Tieren in Fahrzeugen ist im Sommer, auch im Schatten und bei geöffnetem Fenster, unbedingt zu vermeiden.

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