Bamberger Verbraucherrechtstage: "Verbraucherrecht 2.0"
Bei den Bamberger Verbraucherrechtstagen am 5. und 6. Dezember 2011 treten Wissenschaft, Politik und Praxis in einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Entwicklung des nationalen und europäischen Verbraucherrechts rund um digitale Medien.
Digitale Medien wie das Internet oder Mobiltelefone sind geprägt durch einen rasanten technischen Wandel, mit dem auch die Verbraucherpolitik Schritt halten muss: Sie soll Sicherheit gewährleisten und Menschen zugleich ein selbstbestimmtes Handeln ermöglichen. Dabei sind klar formulierte Rechtsansprüche und eine effektive Rechtsdurchsetzung Grundvoraussetzung für gut funktionierende Märkte.
Verbraucher honorieren Transparenz und Information
Unternehmen müssen sich nach Einschätzung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner darauf einstellen, dass ihre Produkte und Dienstleistungen im Internet wesentlich kontroverser diskutiert und kritischer durchleuchtet werden als bisher. "Früher haben sich die meisten Internet-Nutzer darauf beschränkt zu lesen, zu kaufen und zu buchen. Heute nutzen immer mehr Verbraucher die zahllosen Möglichkeiten, Produkte und Leistungen kritisch zu bewerten und zu kommentieren. Bewertungsportale und Informationsforen werden weiter an Bedeutung gewinnen. Nirgendwo wird die neue Macht des Verbrauchers so deutlich wie im Netz. Die Internetnutzer konsumieren nicht mehr nur, sondern sie bringen selbst Inhalte ein. Kein Unternehmen kann es sich leisten, diese Entwicklung zu ignorieren", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am 5. Dezember 2011 bei der Eröffnung der "Bamberger Verbraucherrechtstage", die vom BMELV organisiert und gefördert werden.
Die Bundesverbraucherministerin appellierte an die Wirtschaft, sich dieser Entwicklung zu stellen und sie offen mitzugestalten: "Verbraucher honorieren Transparenz und Information. Moderne Unternehmen wissen das Netz nicht nur als Verkaufskanal zu nutzen, sondern auch als Diskussions- und Kommunikationsplattform."


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