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Forstkooperation mit Russland

Das BMELV und das Ministerium für Landwirtschaft der Russischen Föderation haben in einer gemeinsamen Absichtserklärung von 2010 vereinbart, die Zusammenarbeit im Forstbereich zum gegenseitigen Nutzen zu intensivieren.

Die Themenpalette reicht dabei von der nachhaltigen Nutzung von Waldressourcen, der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, der Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und illegalen Handels mit Holz, der Entwicklung nationaler Systeme für die Zertifizierung, dem Schutz der Wälder vor Waldbränden bis zur gemeinsamen forstlichen Forschung sowie dem Austausch wissenschaftlich-technischer Informationen.

Als größtes Waldland der Erde ist Russland ein wichtiger Partner der internationalen Waldpolitik. Zudem ist Russland aufgrund seiner erheblichen Holzreserven und als Markt für Holzverarbeitungstechnologie für Deutschland interessant. Die Zusammenarbeit beider Länder im Forstbereich kann auf traditionell guten Kontakten aufbauen.

Ein erstes hochrangiges Arbeitsgruppentreffen zwischen Vertretern des BMELV und der Föderalen Forstagentur Russlands in Deutschland im Mai 2011 vereinbarte folgende Themen und Aktivitäten im Rahmen der Kooperation:

  1. Business zusammen bringen
    Wirtschaftsvertreter aus der Forst- und Holzbranche soll Raum gegeben werden für einen Informations- und Interessensaustausch.
  2. Nachhaltige Nutzung und Zertifizierung fördern
    Eine Tagung zur nachhaltigen Nutzbarmachung der Ressourcen in Russland wird geplant und durchgeführt, bei der auch Zertifizierung thematisiert wird.
  3. Fortschritte bei der Züchtung erzielen
    Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Wissenschaftskooperation zu dem Thema Forstsaatgut, Züchtung und Verjüngung angestoßen.
  4. Waldbrandprävention
    Die bereits bestehende Kooperation im Feuer-Management (Ausbildung von Fachleuten; Waldbrandfrüherkennung etc.) soll auf Projektbasis verstärkt werden.
  5. Waldlogistik
    Deutsche Fachleute sollen im Rahmen eines Expertenaustausches in Russland die neuesten technologischen Entwicklungen im Bereich Erschließung und Logistik (Beispiel NavLog) vorstellen.
  6. Nachwuchskräfte
    Nachwuchskräfte und junge Wissenschaftler sollen verstärkt die Gelegenheit erhalten, das Partnerland zu besuchen und passiv / aktiv an Veranstaltungen teilzunehmen.
  7. Forschungspartnerschaften
    Partnerschaften sollen zwischen Forschungsinstitutionen beider Länder gefördert werden. In der Forschungspartnerschaft sollen gemeinsame Forschungsvorhaben entwickelt werden.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe soll im Frühsommer 2012 in Russland stattfinden.

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