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Dritte Bundeswaldinventur gestartet

Mit einer Bundeswaldinventur wird die Informationsbasis für Politik, Forst- und Holzwirtschaft, aber auch für die ganze Gesellschaft über die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland aktualisiert und zu verbessert.

Die Bundeswaldinventur erfasst die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten in Deutschland.

Sie ist ein zentrales Monitoringinstrument für den deutschen Wald und seine Entwicklung. Sie bringt Ergebnisse zu Waldfläche, Baumartenanteilen, Nutzung und Zuwachs und vielen weiteren Merkmalen.

Angesichts der immer intensiver werdenden Nutzung nachwachsender Rohstoffe liefert sie wichtige Hinweise für Investitionsentscheidungen im Bereich der Holzwirtschaft. Auch angesichts der Schäden durch Witterungsextreme ist die Etablierung eines solchen Monitoringssystems und seine wiederkehrende Aktualisierung erforderlich.

Wegen Inventur geschlossen

Die Bundeswaldinventur ist ein zentrales Monitoringinstrument für den deutschen Wald und seine Entwicklung. Sie liefert Ergebnisse zu Waldfläche, Baumartenanteilen, Nutzung und Zuwachs und vielen weiteren Merkmalen. In den Jahren 2011 und 2012 wird die dritte Bundeswaldinventur (BWI3) durchgeführt.

Ergebnisse der zweiten Bundeswaldinventur

Auf der Grundlage der Daten aus der Bundeswaldinventur wird ein Szenarium einer nachhaltigen Waldnutzung der nächsten Jahrzehnte erarbeitet, das potenziell nutzbare Rohholz geschätzt und die zugehörige Waldentwicklung modelliert.

Erste und zweite Bundeswaldinventur

Die erste Bundeswaldinventur hat 1987 stattgefunden. Mit der zweiten Bundeswaldinventur wurde zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung der Wald in ganz Deutschland zum Stichjahr 2002 einheitlich, Länder übergreifend und in allen Eigentumsarten durch eine Stichprobe erhoben.

Dritte Bundeswaldinventur

Anfang Juli 2011 haben 60 Inventurtrupps ihre Arbeit aufgenommen für die dritte Bundeswaldinventur (BWI³). Bis Dezember 2012 werden sie rund 60.000 Probepunkte in ganz Deutschland aufsuchen und etwa 400.000 Probebäume vermessen und viele weitere Daten erheben. Ab 2013 folgen die Überprüfung, Auswertung und Analyse der Daten. Anfang 2015 werden die Berichte vorliegen.

Es ist ein aufwändiges Unterfangen, an dem sich die Forstverwaltungen des Bundes und der Länder gemeinsam beteiligen: Nicht nur aufgrund der über 11,1 Millionen Hektar Wald und der zahlreichen, nach einem Raster von 4 mal 4 Kilometern verteilten Messpunkte. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (vTI) koordiniert die Aufnahmen, deren Vorbereitung mehrere Jahre dauerte, und wertet sie aus. Die Landesinventurleitung organisiert die Datenerhebung durch Aufnahmetrupps und kontrolliert die Aufnahmen. Die Gesamtkoordination liegt bei dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Die abschließenden Berichte der dritten Bundeswaldinventur werden als Entscheidungsgrundlage für Forst- und Holzwirtschaft, Klimaschutz-, Energie- und Naturschutzpolitik sowie zur Erfüllung internationaler Berichtspflichten (z. B. für die Treibhausgas-Berichterstattung) dringend benötigt. Denn der Wald ist auch ein großer Kohlenstoffspeicher. So wird sich zeigen, wie viel Kohlenstoff unsere Wälder binden und damit, wie viel CO2 sie aus der Luft aufnehmen. Dies wiederum fließt ein in die Kohlenstoffschlussbilanz zum Ende der Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls im Jahre 2012.

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