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Die zweite Bodenzustandserhebung im Wald

Waldböden sind unvermehrbar und nur sehr bedingt regenerierbar. Die Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit ist von zentraler Bedeutung für Mensch und Natur.

Die Waldböden erfüllen wichtige Funktionen: Sie sind nicht nur Produktionsgrundlage der Forstwirtschaft, sondern spielen auch im Naturhaushalt eine wesentliche Rolle und erfüllen zahlreiche Schutzfunktionen. Sie filtern und speichern Wasser, sind Lebensraum für eine vielfältige Bodenlebewelt sowie Standort wie Nährstoffquelle für die Vegetation. Sie puffern eingetragene und im Ökosystem gebildete Säuren ab und sind gleichzeitig Reaktionsraum für bodenchemische Prozesse. Sie speichern erhebliche Mengen an Kohlenstoff und Stickstoff und sind damit ein wichtiges Element im Kreislauf klimarelevanter Spurengase (vor allem Kohlendioxid, Distickstoffoxid (Lachgas, Methan). Funktionsfähige Böden sind eine wesentliche Voraussetzung für stabile Waldökosysteme und für eine nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung.

In Deutschland bedecken Wälder etwa ein Drittel der Landesfläche. Die Waldböden sind daher schon allein aufgrund ihres Flächenanteils von zentraler Bedeutung für den Naturhaushalt.

Außerdem werden die Wälder in Deutschland – im Vergleich zu anderen Ökosystemen – nur sehr extensiv bewirtschaftet. Im Ergebnis sind die Wälder vergleichsweise naturnahe und ungestörte Ökosysteme. Aufgrund dieser Tatsache stellen sie ein wichtiges Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten dar. Gleichzeitig unterliegen die Waldökosysteme jedoch einer erheblichen Belastung durch Luftverunreinigungen. In der Folge sind vielfach die Stabilität und Vitalität der Wälder eingeschränkt.

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