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Bleifreie Jagdgeschosse

Die gebräuchliche Jagdmunition aus Blei hinterlässt zum Teil erhebliche Bleirückstände im Wildbret, dem Fleisch der wildlebenden Tiere.

Beim Seeadler wurden durch die Aufnahme von Wildaufbruch oder auch verendetem Wild Vergiftungen nachgewiesen.

Auch für Menschen, insbesondere für Schwangere und Kleinkinder, kann der Verzehr von bleikontaminiertem Wildbret laut Bewertung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) ein Risiko beinhalten.

Auf dem Markt gibt es auch bleifreie Munition. Sie bietet eine Alternative zur Verwendung der bleihaltigen Munition. Gegen deren Verwendung wird jedoch häufig ausgesagt, dass

  • bleifreie Munition ein unkontrolliertes Abprallverhalten hat und dadurch Jäger und Jagdbetrieb gefährdet,
  • bleifreie Munition eine zu geringe Tötungswirkung hat und
  • die verwendeten Alternativmaterialien auch toxisch (giftig) seien.

Das BMELV hatte die Frage aufgegriffen und eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die Abprallverhalten und Tötungswirkung bleifreier Jagdgeschosse gegenüber bleihaltiger Munition verglich. Die Ergebnisse zum Abprallverhalten wurden nun vom projektbegleitenden Beirat vorgestellt:

  1. Er bestätigt eine präzise und ordnungsgemäße Durchführung der Untersuchung. Die Daten wurden mit der nötigen und gebotenen Sorgfalt erhoben.
  2. Die Wahl der verwendeten Kaliber und Geschosskonstruktionen wird als repräsentativ für die jagdliche Praxis erachtet.
  3. Auf Grundlage der Ergebnisse, den Ausführungen des Gutachters und den anschließenden Diskussionen weicht das Abprallverhalten bleifreier gegenüber bleihaltiger Geschosse nicht signifikant voneinander ab.

Die Untersuchung zum Abprallverhalten soll für einige Sonderformen von Geschossen wie Flintenlaufgeschosse fortgeführt werden.

Erst wenn auch die Ergebnisse zur Tötungswirkung vorliegen, kann vom BMELV eine Empfehlung zur Verwendung bleifreier Jagdgeschosse abgegeben werden.

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