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Prof. Niklas-Medaille für Hermann Ilaender

Bundesministerin Ilse Aigner hat Ende November 2008 Hermann Ilaender die Professor Niklas-Medaille in Silber verliehen. Damit würdigt sie seine hervorragenden Verdienste um die Belange der Forst- und Holzwirtschaft und seine Leistungen zum Wohle der in diesem Bereich tätigen Menschen. Die Professor Niklas-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die das BMELV zu vergeben hat.

Abteilungsleiter Dr. Jörg Wendisch überreichte in Vertretung von Bundesministerin Aigner die hohe Auszeichnung am 25. November 2008 in Berlin dem Ehrenvorsitzenden des DeutschenForstwirtschaftsrates, Hermann Ilaender, Mitglied des Vorstandes des Holzabsatzfonds, die Professor Niklas-Medaille in Silber.

In seiner Laudatio hob Wendisch hervor: Über Jahrzehnte hat sich Hermann Ilaender für die Belange der deutschen Forst- und Holzwirtschaft verdient gemacht. Als Mitinitiator der für die Förderung des Holzabsatzes so wichtigen Charta für Holz und der Plattform Forst und Holz verstand er es, entscheidende Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung dieser beiden Wirtschaftsbereiche zu schaffen.

Vielleicht war es Mark Twain, der Ilaender inspirierte, sich für die Förderung des Holzabsatzes zu engagieren. Twain formulierte: 'Ich habe nie verstehen können, warum die Deutschen, die so viel Holz in ihren Wäldern haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu bauen. Jetzt allerdings, wo ich weiß, über welche Menge von Rheumabädern sie hier in Deutschland verfügen, sehe ich ein, dass sie in feuchten Steinhäusern wohnen müssen.'

Mit der konsequenten Förderung des Holzabsatzes gibt Ilaender in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Holzabsatzfonds wichtige Impulse für eine verstärkte Verwendung von Holz, die klima-, energie-, umwelt- und ressourcenpolitisch vorteilhafte Wirkung mit sich bringt. Holz nu(ü)tzen heißt Umwelt schützen!

Jörg Wendisch betonte, dass Ilaenders frühzeitige Fokussierung auf die Themen nachhaltige Waldbewirtschaftung und verstärkte Holznutzung in Deutschland bei gleichzeitiger Förderung der Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes sein vorausschauendes und verantwortungsvolles Handeln unter Beweis stellen. Die aktuellen Aktivitäten der Bundesregierung zur verstärkten Nutzung nachwachsender Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft zur energetischen und stofflichen Verwendung liegen auf dieser Linie. Mit der sensiblen Neuausrichtung einer ökonomischeren Waldbewirtschaftung wird es gelingen, die Bedeutung des Waldes und des verstärkten Holzverbrauchs für den Klimaschutz zu erhöhen und die ökologischen und sozialen Waldfunktionen zu festigen. Die eingeleitete Erarbeitung einer Gesamtstrategie Wald und die Initiierung einer EU-Charta zur klimapolitisch gebotenen Steigerung der Holzverwendung dienen insbesondere diesen Zielen.

Hermann Ilaender hat sich unter anderem im Deutschen Forstwirtschaftsrat seit 1989 als Vertreter des Körperschaftswaldes in der Mitgliederversammlung und seit 1992 als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände auch im Präsidium nachhaltig verdient gemacht. Am 22. Juni 1995 wurde Ilaender zum 9. Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates gewählt und übte dieses Amt mit großem Erfolg bis zum Jahr 2007 aus. Auf nationaler und internationaler Ebene hat Ilaender maßgeblich an der Entwicklung des pan-europäischen Forstzertifizierungssystems PEFC mitgewirkt und deutliche Impulse dafür gegeben, dass inzwischen 7,5 Millionen Hektar in Deutschland nach diesem anspruchsvollen Zertifikat zertifiziert sind. Dem Natur- und Umweltschutz kommt die Waldzertifizierung mit dem praxistauglichen Zertifizierungssystem PEFC ebenso zugute wie der erholungssuchenden Bevölkerung.

Wendisch hob weiter hervor, dass es dem Geehrten in besonderem Maße gelang, die insgesamt nicht einfache politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation der Forstwirtschaft in Deutschland im Oktober 2001 dadurch zu verbessern, dass er den ersten deutschen Waldgipfel als Dialog zwischen den "Nutzern" und den "Schützern" des Waldes im Schulterschluss mit dem Bundesministerium kreierte.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Verdienstorden des Forst- und Holzsektors der Republik Finnland sind neben dem Georg-Ludwig-Hartig-Preis Auszeichnungen, die das stete und erfolgreiche Wirken von Hermann Ilaender auf nationaler und internationaler Ebene dokumentieren.

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