Forsttechnik-Preis des BMELV
Bewerbungsfrist: 31. März 2012.
Noch bis Ende März 2012 können sich Hersteller von Holzerntetechnik aus dem In- und Ausland für den Preis des BMELV für hervorragende Forsttechnik zum Einsatz im Kleinprivatwald bewerben. Die Preisverleihung findet bei der 16. KWF-Tagung vom 13.-16. Juni 2012 in Bopfingen statt.
Um den Preis können sich Hersteller von Holzerntetechnik aus dem In- und Ausland bewerben, Quelle: aid
Hintergrund
Deutschland verfügt über fast 11 Millionen Hektar Waldflächen. Annähernd die Hälfte dieser Wälder sind im Eigentum von knapp 2 Millionen Wald besitzenden Familien. Diese Wälder erfüllen für die Eigentümer vielfältige Funktionen. Während sie bei einem Teil durch nachhaltige Nutzung einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten können, dienen sie anderen als "Sparkasse", als Brennholzvorrat, als Erholungsraum oder auch als "ökologisches Gewissen".
Durch die intensive Diskussion über aktuelle Umweltbedrohungen wie zum Beispiel den Klimawandel aber auch die Werbung für eine stärkere Holznutzung gerade im vorratsreichen Kleinprivatwald, hat eine Rückbesinnung auf Holz als Baumaterial und vor allem als erneuerbarer Energieträger stattgefunden. Damit sind die Nutzungen des Rohstoffes Holz wieder stärker in den Vordergrund gerückt, die von den Waldbesitzern zunehmend auch als aktive Freizeitbeschäftigung in gesundem Umfeld gesehen werden.
Von den Waldbesitzern wird dann häufig unterschiedliches forsttechnisches Gerät eingesetzt, an das jedoch spezielle Anforderungen gestellt werden:
- besonders hohe Anforderungen an die Arbeitssicherheit, weil es sich vielfach nicht um Profis der Waldarbeit handelt,
- besonders hohe Anforderungen an den Komfort, weil die Nutzer häufig untrainiert sind,
- besonders robuste Technik, die einfach in der Handhabung ist, weil die Einarbeitungszeiten meist nur kurz sind,
- geringer Aufwand für Pflege und Wartung, weil die Nutzer keine Technikspezialisten sind,
- begrenzte Kosten, weil keine Abschreibungen vorgenommen werden können und auch keine umfangreichen Investitionsmittel zur Verfügung stehen, da die Arbeit im Wald nur als Nebenerwerb, Eigenversorgung oder Hobby betrieben wird.
Ziel
Anknüpfend an den Erfolg des erstmalig 2008 vergebenen BMELV-Preises, verfolgt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit diesem Preis das Ziel, Forsttechnik auszuzeichnen, die die o.g. Anforderungen in besonderem Maße erfüllt und damit geeignet ist für den Einsatz im (Klein)Privatwald. Die Nutzung dieser Technik hat in der Regel die Mobilisierung zusätzlicher Holzmengen zur Folge, die dazu beitragen, den gestiegenen Bedarf an Holz zu decken.
Der BMELV- Preis leistet zudem einen Beitrag zur Umsetzung der Charta für Holz.
Dotierung
Das BMELV dotiert diesen zum zweiten Mal ausgelobten Preis insgesamt mit 10.000,- €. Die Höhe des Preisgeldes ist auf maximal 2500,- € je Preisträger beschränkt.
Vergabe
Die Vergabe der Preise erfolgt am 16. Juni 2012 im Rahmen der 16. KWF-Tagung (13. bis 16. Juni 2012), die in Bopfingen (BW) stattfinden wird. Eine Verteilung des Gesamtpreisgeldes auf mehr als 4 Preisträger bleibt der Jury vorbehalten.
Bewerbung und Fristen
Um den Preis können sich Hersteller von Holzerntetechnik aus dem In- und Ausland bewerben, deren Produkte in besonderer Weise die o.g. Anforderungen erfüllen und damit im (Klein)Privatwald zum Einsatz kommen können. Die Technik sollte nicht länger als 12 Monate am Markt erhältlich sein bzw. noch auf den Markt kommen. Über die übersandten Vorschläge wird eine vom KWF einzusetzende Jury beraten.
Dafür sollten die Hersteller ihren Vorschlag in einem verschlossenen Umschlag, versehen mit dem Stichwort "BMELV-Forsttechnikpreis" bis spätestens zum 31. März 2012 an das KWF senden:
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik
Spremberger Straße 1
64823 Groß-Umstadt

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