Expertenworkshop "Verzicht auf Ferkelkastration – Stand und Perspektiven"
Am 11. November 2010 haben das BMELV und die QS Qualität und Sicherheit GmbH einen Workshop in Berlin über Stand und Perspektiven beim Verzicht auf Ferkelkastration veranstaltet. Lesen Sie hier die Ergebnisse.
Quelle: CNL IMAGE 360°, Fotolia.com
Über 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Tierschutz- und Verbraucherschutzverbänden tauschten sich beim Expertenworkshop über die bisherigen Forschungsergebnisse, vor allem zur Ebermast, aus.
Derzeit werden in Deutschland üblicherweise junge männliche Ferkel kastriert, weil die Verbraucher Eberfleisch wegen des zuweilen auftretenden typischen Geschlechtsgeruchs – insbesondere beim Erhitzen – nicht akzeptieren.
Es bestand Konsens bei den Workshop-Teilnehmern, dass in Zukunft grundsätzlich auf die Kastration verzichtet werden sollte. Alternative ist die Ebermast, die im Mittelpunkt aktueller Forschungsvorhaben steht. Dabei müssen Aspekte des Tierschutzes, der Praktikabilität und des Verbraucherschutzes berücksichtigt werden. Auch in Zukunft soll kein geruchsbelastetes Fleisch auf den Tellern landen.
Verschiedene Themenblöcke boten einen umfassenden Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse. So wurden die Geruchssensorik und die Detektion von Gerüchen sowie das Verbraucherverhalten intensiv beleuchtet, es wurden Erfahrungen aus Haltung, Management und Fütterung bei der Jungebermast vorgetragen und neue Ergebnisse zur Zucht von Tieren mit geringer Geruchsbelastung vorgestellt. Die Workshopteilnehmer diskutierten außerdem über Ergebnisse aus der Schlachtung und der Verarbeitung sowie die Alternativen "Impfung gegen Ebergeruch" und "Betäubung von Ferkeln bei der chirurgischen Kastration".

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