Welt-Veterinärjahr 2011
Der Beruf des Tierarztes wird 250 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum wurde das Internationale Welt-Veterinärjahr 2011 ausgerufen.
Der Beruf des Tierarztes setzt ein Hochschulstudium der Veterinärmedizin voraus., Quelle: willnidd - Fotolia.com
In diesem Jahr rufen Tiermediziner weltweit gemeinsam mit UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), Eurpoäischer Union, FAO (Food and Agriculture Organization) und OIE (World organisation for animal health) zum Welt-Veterinärjahr 2011 auf.
41 Staaten berteiligen sich mit Komitees an der nationalen und internationalen Ausgestaltung des Jubiläums.
Ziel des Welt-Veterinärjahres 2011 ist die Präsentation des tierärztlichen Berufsstandes. Der moderne Tierarzt dient nicht nur der Tiergesundheit, sondern spielt auch im Bereich des Gesundheitswesens eine wesentliche Rolle. Dies gilt insbesondere für die Unterstützung der Lebensmittelsicherheit und Hygiene in der Tierproduktion, die Kontrolle von Zoonosen, die biomedizinische Forschung und den Erhalt der Biodiversität. Angesichts der zunehmenden Verflechtung von öffentlicher Gesundheit und Tiergesundheit ist eine Zusammenarbeit auf internationaler Ebene zur Wahrung der Gesundheit der Tiere und damit auch der Lebensmittelsicherheit von enormer Bedeutung.
Das Motto der gemeinsamen Aktivitäten ist "Tierärzte in unserem Alltag" ("Vets in Your Daily Life"). Damit soll das Bewusstsein für die vielfältige und oftmals unzureichend gewürdigte Rolle geschärft werden, die Tierärzte für die Gesellschaft spielen, sei es durch Tierschutz, Kontrollen an Grenzen oder durch die medizinische Versorgung unserer Haustiere.
Hintergrund
Claude Bourgelat wird als Vater des Veterinärberufs betrachtet. Der Sohn eines angesehenen Lyoner Bürgers wurde 1740 im Alter von 28 Jahren Leiter der Reitakademie von Lyon. An der Akademie lernten junge Adelige zu damaligen Zeit neben dem Reiten auch den Umgang mit Waffen. Mathematik, Musik und „gute Manieren" vervollständigten den Lehrplan. Im Jahr 1744 publizierte Bourgelat sein erstes Werk mit dem Titel „Nouveau Newcastle ou Nouveau traité de Cavalerie" (Neuer Newcastle oder Neue Abhandlung über die Reiterei). Diese Veröffentlichung, in der er einen neuen Ansatz für die Reitkunst vorstellte, brachte ihm schnell Anerkennung. Einige nannten ihn damals sogar den „Ersten Stallmeister Europas". Seitdem hat der Berufsstand des Tierarztes eine gewaltige Entwicklung vollzogen.

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