Forschung fokussiert: Kompetenznetz Gartenbau
Wissenschaftler konzentrieren sich auf die Produkt- und Produktionssicherheit bei der Erzeugung von Gemüse, Obst, Zierpflanzen und Ziergehölzen.
Der Präsident des Julius Kühn-Instituts, Dr. Georg Backhaus, bei der Vertragsunterzeichnung zum WeGa-Projekt am 13. Dezember 2010 in Berlin, Quelle: WeGa-Kompetenznetz Gartenbau
Das Julius Kühn-Institut (JKI) - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen im Geschäftsbereich des BMELV beteiligt sich am AgroClustEr "WeGa" (= Wertschöpfung im Gartenbau) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis Ende 2015 wird in sieben Verbundprojekten an 50 Arbeitspaketen entlang der gesamten gartenbaulichen Wertschöpfungskette geforscht. Die Palette der Themen reicht von der Optimierung gesundheitsförderlicher Inhaltsstoffe über die schonende Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten bis hin zum sparsamen Umgang mit Energieressourcen. Das JKI konnte sich mit vier Arbeitspaketen erfolgreich bewerben und erhält bis Mitte 2015 rund 470.000 Euro Fördergelder aus dem Gesamtvolumen von 6,1 Millionen Euro.
"Der Zuschlag für die vier sehr unterschiedlichen Fragestellungen zeigt die breit gefächerte Kompetenz des JKI im Bereich des Gartenbaus", freut sich der Koordinator des Julius Kühn-Instituts, Dr. Martin Hommes.
So geht es im Obstbau um die Frage, welche ausgewählten Tafelapfel- und Zierapfelklone eine Schorfresistenz enthalten. Ziel dabei ist, gezielt Kreuzungen für neue Apfelsorten vornehmen zu können, die gegen eine der wichtigsten Krankheiten, den Schorf, resistent sind. (Dr. Andreas Peil, JKI-Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst, Dresden).
Schädlinge und ihre natürliche Gegenspieler in Kohlfeldern möglichst frühzeitig automatisch zu erfassen und zu erkennen, ist das Ziel eines Arbeitspaketes im Bereich Pflanzenschutz im Gemüsebau. (Dr. Martin Hommes, JKI-Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Braunschweig).
Bei Blumenkohl kann es infolge hoher Temperaturen zu verlängerten Wachstumsperioden kommen. Dies führt bei den Produzenten zu manchen Zeitpunkten zu Unter- bzw. Überproduktion. Im JKI sollen die für den Blühzeitpunkt verantwortlichen Gene sequenziert und molekulare Marker entwickelt werden, die die Züchtung von Sorten erleichtern, die bei gleich bleibendem Ertrag und Qualität eine definierte Kulturdauer besitzen. (Dr. Frank Ordon, JKI-Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz, Quedlinburg).
Im Zierpflanzenbereich stehen Untersuchungen zum Vorkommen und zur Verbreitung von Phytophthora-Arten im Forschungsprojekt. Diese Krankheitserreger stellen inzwischen für viele Produzenten ein Problem dar. (Dr. Sabine Werres, JKI-Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Braunschweig).

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