Abschlussveranstaltung des 25. Internationalen Landjugendworkshops: Bauernpräsident Gerd Sonnleitner (Mitte li.) und Staatssekretär Dr. Robert Kloos (Mitte re.) pflanzen mit Teilnehmern eine Elsbeere, den Baum des Jahres 2011, Quelle: BLE
Landjugendworkshop: Internationale Netzwerke leben – Regionen entwickeln
Am 28. Juli 2011 überreichte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos, zusammen mit Bauernpräsident Gerd Sonnleitner den 72 internationalen Führungskräften der Landjugendarbeit ihre Teilnehmerurkunden.
Ziel des alle zwei Jahre stattfindenden Workshops sei es, so der Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Dr. Robert Kloos, einen Beitrag zur besseren Bildung der Landjugend weltweit zu leisten, um die Herausforderungen der ländlichen Regionen aktiv anzunehmen und zu nutzen.
Vom 12. bis 28. Juli 2011 erstellten 72 Führungskräfte aus 43 Ländern im Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching unter dem Motto „Menschen bewegen – Regionen gestalten“ konkrete Strategien und umsetzbare Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen sowie für die Stärkung der Landwirtschaft.
Jugendbildung als Ziel mit Vorrang
Beifall der Teilnehmer aus aller Welt bei der Abschlussveranstaltung in Herrsching 2011, Quelle: BLE
„Das 1962 angestrebte Ziel, eine weltweite Plattform für die Jugendarbeit im ländlichen Raum einzurichten, wurde erreicht“, erklärte Dr. Robert Kloos bei der Abschlussfeier in Herrsching. Die vergangenen 25 Workshops haben über 1.700 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus insgesamt 149 Ländern zusammengebracht und so den Grundstein für eine der wichtigsten international anerkannten Veranstaltungen der Landjugendarbeit gelegt.
„Um die Zukunft der ländlichen Räume zu sichern, sind die maßgeblichen Aktivitäten: Jugendliche zu bilden, zu aktivieren und zu motivieren. Jugendbildung muss ein politisches und gesellschaftliches Ziel mit Vorrang sein“, betonte Kloos. Er empfahl den Teilnehmern, die geschlossenen Kontakte und Netzwerke über den Workshop hinaus aufrecht zu erhalten und die erlernten fachlichen sowie methodischen Kompetenzen erfolgreich umzusetzen.
BMELV lädt alle zwei Jahre ein
Alle zwei Jahre lädt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) internationale Führungskräfte der Landjugendarbeit nach Herrsching am Ammersee ein. Die Führungskräfte erhalten in dem von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) organisierten, durch das BMELV unterstützten und unter der konzeptionellen Leitung des Hauses der Bayerischen Landwirtschaft Herrsching stehenden Workshops wertvolle Anregungen.
Bildung ist mehr als abrufbares Wissen
„Die Sensibilisierung und Stärkung der Eigenverantwortung junger Menschen auf dem Land ist eine der Hauptaufgaben von Führungskräften in der Landjugendarbeit“, sagte der BLE-Abteilungsleiter Dr. Uwe Dittmer. Motivation, Kooperation, Vernetzung und regionale Projektarbeit seien daher wichtige Ansätze einer zukunftsorientierten Landjugendarbeit.
Für den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, ist Bildung mehr als abrufbares Wissen und auch mehr als die formale Ausbildung an Schulen und Universitäten. „Bildung ist für mich das ganz individuelle geistige Wachsen und Weiterkommen des Menschen“, so Sonnleitner. Da sich die Welt dramatisch verändere, dürfe die Zusammenarbeit zwischen Ländern und Regionen nicht stehen bleiben. Der Internationale Landjugendworkshop in Herrsching biete die perfekte Plattform für eine weltweite Vernetzung und gegenseitige Unterstützung.
Der Internationale Landjugendworkshop in Herrsching
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veranstaltet seit 1962 den Internationalen Workshop für Führungskräfte der Landjugendarbeit. Über 1.650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 148 Ländern haben bisher den Workshop im Haus der bayrischen Landwirtschaft in Herrsching am Ammersee absolviert.
Die Teilnehmer des Workshops kommen aus der ganzen Welt, Quelle: Haus der bayrischen Landwirtschaft
Ziel ist es, Führungskräfte der Landjugendarbeit für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen zu qualifizieren. Während des internationalen Workshops entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisorientierte Ansätze für eine moderne Bildungsarbeit.

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