Bundesministerin Aigner eröffnet Berufswettbewerb der deutschen Landjugend 2011
Unter dem Motto "Grüne Berufe sind voller Leben – Wir lassen’s wachsen" eröffnete Bundesministerin Aigner am 3. Februar 2011 in Ulm den Berufswettbewerb der deutschen Landjugend 2011.
Allgemeinwissen und der Umgang mit dem Schlepper sind u.a. Prüfungsbestandteile, Quelle: aid
41 Prozent der Jugendlichen möchten gerne auf einem Bauernhof arbeiten oder helfen. Das geht aus einer Umfrage zum Jugendreport Natur 2010 hervor. Im Jahre 2009 befanden sich über 40.000 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis für die Grünen Berufe. Diese Ergebnisse zeigen: Das Interesse junger Menschen an den landwirtschaftlichen Berufen ist da.
Berufswettbewerb der deutschen Landjugend 2011
Ministerin Aigner bezeichnete den Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend als "Olympiade der jungen Fachkräfte". Ein Viertel aller Auszubildenden der Grünen Berufe nehmen an diesem Berufswettbewerb teil. Das unterstreiche eindrucksvoll die Bedeutung des Wettbewerbs.
In dem alle zwei Jahre stattfindenden Berufswettbewerb stellen die Auszubildenden freiwillig ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis und beantworten Fragen aus dem fachlichen und allgemein bildenden Bereich. Teilnahmeberechtigt sind Auszubildende in den Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft und Tierwirtschaft im Alter von 15 bis 25 Jahren. Unabhängig vom Alter sind Fachhochschüler/innen, Hochschüler/innen sowie Meister/innen nicht teilnahmeberechtigt. Bundesweit nehmen über 10.000 Auszubildende an den Erstentscheiden teil.
Der Wettbewerb gliedert sich in drei Entscheide (Erst-, Landes- und Bundesentscheid). Bei jedem Entscheid gibt es zwei Leistungsgruppen:
- Leistungsgruppe I: Jugendliche, die in der Ausbildung sind.
- Leistungsgruppe II: Junge Menschen, die sich in der Fortbildung befinden.
Die Sieger des Bundesentscheids werden anlässlich des Deutschen Bauerntages in Stuttgart mit der Landjugendplakette und der Ehrenurkunde der Bundesministerin ausgezeichnet.
Die Bedeutung des Berufswettbewerbs
Jeder Beruf stellt hohe Anforderungen an seine Nachwuchskräfte. Der Strukturwandel, neue Aufgabengebiete für die Land-, Tier- und Forstwirte sowie für die Hauswirtschafter und Winzer, geänderte Ansprüche der Verbraucher sowie ein sich wandelndes Selbstverständnis der Landwirtschaft bewirken Veränderungen, die sich auch in den Berufsbildern niedergeschlagen haben. Hierzu zählen insbesondere
- die stärkere Orientierung auf nachhaltige Produktionsverfahren,
- eine starke Beachtung ökologischer Aspekte und
- der Erwerb übergeordneter Kompetenzen bereits in der Berufsausbildung.
Für die Zukunft wird eine ausreichende Zahl aufgeschlossener und engagierter Nachwuchskräfte als zukünftige Betriebsleiter, betriebliche Mitarbeiter und Fachkräfte im agrarischen Dienstleistungsbereich benötigt. Das Interesse von Jugendlichen an einer Ausbildung in den landwirtschaftlichen Berufen ist Voraussetzung dafür, dass die Agrarwirtschaft mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten und ihre anspruchsvollen Aufgaben erfüllen kann.
Berufliche Wettbewerbe sind in besonderer Weise geeignet, sowohl die fachliche als auch die persönliche Kompetenz der Nachwuchskräfte unter Wettbewerbsbedingungen zu erproben und zu verbessern. Sie sind daher ein geradezu notwendiger Bestandteil einer modernen beruflichen Bildung, die junge Menschen auf einen interessanten und verantwortungsvollen Beruf vorbereitet.
Die Teilnahme an beruflichen Wettbewerben ist in den Ausbildungsrahmenplänen für die Agrarberufe verankert. Sieger an Landes- und Bundesentscheiden sind wichtige Multiplikatoren für den ländlichen Raum.
Mit der freiwilligen Teilnahme der Jugendlichen an den Wettbewerben legen sie ein Bekenntnis zum gewählten Beruf ab und nehmen eine Möglichkeit zur Persönlichkeitsbildung wahr.

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