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Globale Forschungsallianz zu Klimagasen

Agrarminister vereinbaren internationale Zusammenarbeit bei der Forschung

Im Rahmen einer Konferenz der Landwirtschaftsminister hat Deutschland gemeinsam mit 30 Ländern die Charta der "Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases" gezeichnet.

Damit wurde die freiwillige Zusammenarbeit bei der Forschung zur Bekämpfung des Klimawandels und der Sicherung der Welternährung im Rahmen einer nachhaltigen Landwirtschaft förmlich vereinbart. Die Allianz steht jedem Land offen. Sie ist zeitlich nicht befristet und hat keinen gemeinsamen Haushalt, jedes Mitglied übernimmt die eigenen Kosten.

Die Globale Forschungsallianz zu landwirtschaftlichen Treibhausgasen (Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases) wurde Ende 2009 in Kopenhagen am Rande der Klimaschutzkonferenz gegründet. Vom 7. bis 9. April 2010 trafen sich rund 80 Experten aus den Landwirtschaftsministerien und deren Forschungseinrichtungen von 27 Ländern in Wellington/Neuseeland. Neuseeland hatt sich dabei bereit erklärt, die Koordination der Allianz übernehmen und das Sekretariat zu stellen.

Die Forschungscharta wurde neben Deutschland von Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Indonesien, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Peru, den Philippinen, der Schweiz, von Uruguay, den USA, Vietnam sowie den EU-Ländern Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Schweden und Spanien unterzeichnet.

Forschungsthemen

In den vergangenen eineinhalb Jahren wurden Arbeitsgruppen zu verschiedenen Sektoren der Landwirtschaft eingerichtet:

  • Tierhaltung (gemeinsame Federführung von Neuseeland und Niederlande),
  • Reisanbau (Federführung von Japan) und
  • Pflanzenproduktion (Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Garten- und Obstbau; Federführung USA).

Es wurden verschiedene Fachtagungen durchgeführt, Aktionspläne entwickelt und Datenbanken errichtet. Die Allianz arbeitet in Abstimmung mit internationalen Organisationen und Agrar-Forschungseinrichtungen für eine produktive, effiziente und umwelt- sowie klimafreundliche Landwirtschaft. Die von der Landwirtschaft verursachten Treibhausgasemissionen entstehen vor allem durch biologische Vorgänge bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Böden und bei der Haltung von Nutztieren. Im Rahmen der Allianz soll erforscht werden, wie die zur Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung notwendigen agrarischen Rohstoffe weitestgehend klimafreundlich erzeugt werden können.

Forschung zum Klimawandel

Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt die internationale Vernetzung der Agrarklimaforschung, die mit der globalen Forschungsallianz anstoßen wird. Das Ministerium wird sich mit seiner Ressortforschung intensiv an der Allianz beteiligen. So wurde schon 2008 das Institut für Agrarrelevante Klimaforschung eingerichtet und der aktuelle Forschungsplan auf den Klimawandel ausgerichtet. Durch die beiden Senatsarbeitsgruppen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" wurde die Forschung in diesen wichtigen Bereichen im November 2009 noch einmal gebündelt.

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