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Globaler Nutzpflanzenfonds

Die Stiftung trägt Sorge dafür, die genetischen Ressourcen der Nutzpflanzen auf der Erde dauerhaft und auf rationelle Weise zu erhalten und für Forschung, Entwicklung und Züchtung nutzbar zu machen.

Auf der Erde bestehen etwa 1.200 Sammlungen genetischer Ressourcen von landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Kulturpflanzen (Genbanken) mit rund sechs Millionen Mustern (überwiegend Samenproben). Rund 600.000 Muster davon werden in den Internationalen Agrarforschungszentren (IARC’s) erhalten. Viele dieser Sammlungen, insbesondere in Entwicklungsländern, aber auch die der IARC’s und zum Teil auch in Industrieländern wie Russland, sind notleidend. Insbesondere die periodisch notwendige Regeneration des Materials, um es lebensfähig zu halten und die Einhaltung technischer Standards zur dauerhaften Gewährleistung der genetischen Integrität sind aufgrund fehlender Finanzmittel nicht in ausreichendem Umfang möglich, so dass die Erhaltung insgesamt gefährdet ist. Zudem ist das Material unvollständig dokumentiert und damit schwer für Forschung, Entwicklung und Züchtung zugänglich. Aufgrund der fehlenden Transparenz ist auch davon auszugehen ist, dass viele Duplikate in den Sammlungen sind, während gleichzeitig möglicherweise Sammlungslücken bestehen. Aus diesen Gründen gibt es einen erheblichen Bedarf an Finanzmitteln, um die genetischen Ressourcen der Nutzpflanzen auf der Erde dauerhaft und auf rationelle Weise zu erhalten und für Forschung, Entwicklung und Züchtung nutzbar zu machen.

Zurückgehend auf den bei der Leipziger FAO-Konferenz 1996 verabschiedeten Globalen Aktionsplan zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft, bei dem ein weltweites rationales System der ex-situ Erhaltung solcher Ressourcen (das heißt außerhalb des jeweiligen Ökosystems, in Genbanken) beschlossen worden war, haben die Welternährungsorganisation (FAO) und das Internationale Institut für Pflanzengenetische Ressourcen (IPGRI), Rom, (seit 1. Dezember 2006 umbenannt in Bioversity International) mit Unterstützung durch die USA, der Weltbank und der UN-Foundation, Voraussetzungen für die Gründung eines internationalen Fonds für die Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen (Gobal Crop Diversity Trust (GCDT)) als Stiftung geschaffen. Mit Beitritt von mindestens sieben Mitgliedsstaaten ist diese internationale Organisation 2004 gegründet worden.

Der Globale Nutzpflanzenfonds soll dazu beitragen, dass die Erhaltung der wichtigsten Sammlungen genetischer Ressourcen von Kulturpflanzen weltweit durch ein effizientes Management und eine dauerhafte Finanzierung langfristig gesichert wird. Es gibt ein Abkommen über die Zusammenarbeit mit der FAO und dem Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Bei der ersten Sitzung des Lenkungsorgans dieses Internationalen Vertrages im Juni 2006 in Madrid ist der Globale Nutzpflanzenfonds auch als ein wesentliches Element der Finanzierungsstrategie dieses Vertrages anerkannt worden.

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