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Nachhaltige Landwirtschaft leistet wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt

Die Mehrzahl der etwa 72.000 in Deutschland vorkommenden Tier- und Pflanzenarten ist in Kulturlandschaften angesiedelt, die land- und forstwirtschaftlich genutzt werden.

Durch die land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit sind in Deutschland einzigartige und regionaltypische Kulturlandschaften mit reicher biologischer Vielfalt bei Wild- und Kulturarten entstanden. Der Erhalt und die Pflege dieser Kulturlandschaften und der darin beheimateten Arten sind wichtige Gemeinwohlleistungen, die land- und forstwirtschaftliche Betriebe erbringen.

Die Mehrzahl der in Deutschland vorkommenden Tier- und Pflanzenarten (circa 72.000) ist in den von der Land- und Forstwirtschaft geprägten Kulturlandschaften angesiedelt. Ein großer Teil dieser Artenvielfalt lebt auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie in unmittelbarer Wechselwirkung mit diesen, wie zum Beispiel Bienen und Schmetterlinge. Darüber hinaus hat die landwirtschaftliche Zucht in den vergangenen Jahrhunderten eine Vielzahl von regional bedeutenden Tierrassen und Pflanzensorten hervorgebracht. Beispiele hierfür sind das Ansbach-Triesdorfer Rind, das Murnau-Werdenfelser Rind oder das Schwarzbunte Niederungsrind, bei Schweinen das Bunte Bentheimer oder das Schwäbisch-Hällische Schwein.

Zu den Flächen mit dem größten Pflanzenreichtum in Deutschland zählen die Graslandlebensräume, Wiesen und Weiden mit über 850, Magerrasen mit fast 1.000 grünlandtypischen Arten. Extrem artenreiche Graslandlebensräume sind mit 837 Arten die Trocken- und Halbtrockenrasen, deren Artenpotenzial besonders unter dem Aspekt einsetzender Klimaänderungen für die Landwirtschaft eine hohe funktionelle Bedeutung zukommt. Feucht- und Nasswiesen weisen 392, Fettwiesen 298 und Fettweiden 221 grünlandtypische Arten auf. Sie sind zur gesunden Tierernährung sowie für die Erhaltung von Wildpflanzenarten herausragend.

Agrarumweltprogramme

Agrarumweltprogramme sind ein wichtiges Instrument der EU-Agrarpolitik, um neben anderen umweltrelevanten Zielen insbesondere auch die biologische Vielfalt in Agrarökosystemen zu erhalten.

Hätten Sie's gewusst?

Agrobiodiversität bezeichnet alle Komponenten der biologischen Vielfalt, die für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Funktionieren der Agrarökosysteme von Bedeutung sind. Weitere Erläuterungen zur
Agrobiodiversität

Sie werden bei uns auf circa 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche durchgeführt. Sie honorieren die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt, etwa durch Erhalt vielfältiger Fruchtfolgen, Bewahrung regional angepasster Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen sowie durch Grünlandextensivierung.

Die Vielfältigkeit der in der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft genutzten Pflanzen und Tiere – die so genannte Agrobiodiversität – ist ein wesentlicher Teil der gesamten biologischen Vielfalt der Erde.

Schutz und Nutzung bilden dabei keinen Gegensatz, sondern bedingen einander und müssen immer wieder miteinander in Einklang gebracht werden.

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