Nationales Fachprogramm Aquatische Ressourcen
Unter den aquatischen genetischen Ressourcen im Sinne des "Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung Aquatischer Genetischer Ressourcen" (Fachprogramms Aquatische Genetische Ressourcen) werden die Fische, die Rundmäuler, Muscheln und Krebse, die derzeit oder auch zukünftig vom Menschen genutzt werden können, verstanden.
Quelle: © David Granville - Fotolia.com
Eine Erweiterung um Meeressäuger, Knorpelfische und Makroalgen wird in die Fortentwicklung des Fachprogramms einbezogen. In Deutschland werden die aquatischen genetischen Ressourcen in der Küsten- und Hochseefischerei, der Fluss- und Seenfischerei, der Angelfischerei und in der Aquakultur genutzt.
Das Fachprogramm nimmt Stellung zur Situation der genetischen Ressourcen in den Bereichen Hochsee- und Küstenfischerei, Seen- und Flussfischerei sowie in der Aquakultur. Es zeigt einen Handlungsbedarf für diese Bereiche auf und schlägt Maßnahmen vor, mit denen die Zielsetzungen des Fachprogramms erreicht werden sollen. Eine wichtige zukünftige Aufgabe wird es sein, die vorhandene genetische Vielfalt zu dokumentieren und konkrete Erhaltungs- und Nutzungsmaßnahmen abzuleiten. Das betrifft nicht nur die wildlebenden Nutzfischarten, sondern auch die gefährdeten und daher zur Zeit nicht nutzbaren freilebenden Wildfische als auch den Erhalt und die Dokumentation der in der Teichwirtschaft in Deutschland noch vorhandenen Zuchtstämme.
Das Fachprogramm Aquatische Genetische Ressourcen (AGR) wurde von einem Expertengremium erarbeitet, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) und den Fischereireferenten der Länder berufen wurde. Das Fachprogramm wurde im Oktober 2005 verabschiedet. Die Umsetzung des Fachprogramms liegt in der Federführung des BMELV mit Unterstützung durch die Länder. Diese Aufgabe wird durch den Fachausschuss Aquatische Genetische Ressourcen, der aus Vertretern von Bund und Ländern, der Verbände, Wissenschaft und Fischereiverwaltung besteht, unterstützt. Das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) übernimmt die Sekretariatsfunktion des Fachausschusses.

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