E10: Kraftstoff mit Bioethanol-Anteil von bis zu 10 Prozent
Die Fahrzeughersteller geben Auskunft, ob ihre Fahrzeugmodelle E10 vertragen. Entsprechende Listen sind im Internet verfügbar und liegen an den Tankstellen aus.
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Etwa 90 Prozent aller Fahrzeuge mit Benzinmotoren vertragen E10. Eine Liste E10-verträglicher Fahrzeuge sowie weitere Fragen und Antworten zum Thema finden Sie im Internetauftritt des Bundesumweltministeriums: Informationen des Bundesumweltministeriums zu E10.
Biokraftstoffe in der Energie- und Umweltpolitik der Bundesregierung
Biokraftstoffe im Verkehrssektor sind ein wichtiger Faktor in der Energie- und Umweltpolitik der Bundesregierung. Für die Erfüllung der Biokraftstoffquote durch die Mineralölwirtschaft ist die zügige Einführung des Kraftstoffs E10 wichtig. Mit der neuen Kraftstoffqualitäts-Verordnung werden insbesondere die Beimischungsgrenzen für Ethanol im Ottokraftstoff von bisher 5 Volumenprozent auf bis zu 10 Volumenprozent Ethanol (E10) erhöht.
Biokraftstoffe leisten einen wichtigen Beitrag zur alternativen Energieversorgung der Wirtschaft und der Verbraucher und zum Umweltschutz. Mit Bioethanol z.B. können bis zu 71 Prozent an Treibhausgasen im Vergleich zum fossilen Benzin eingespart werden. Die gesetzlichen Vorgaben zur Mindesteinsparung an Treibhausgasen werden von derzeit 35 Prozent auf 50 Prozent im Jahr 2017 und 60 Prozent im Jahr 2018 erhöht.
Seit 2007 muss die Mineralölwirtschaft jährlich einen wachsenden Mindestanteil von Biokraftstoffen vertreiben (Paragraf 37a des Bundesimmissionsschutzgesetzes). Sie kann diese Quote nicht nur mit Biodiesel (B7) sondern auch über Ethanol (E5) und (E10) sowie den Absatz von reinen Biokraftstoffen erfüllen. 2010 wurde 19,6 Mio. Tonnen Ottokraftstoffe und 32,5 Mio. Tonnen Dieselkraftstoffe abgesetzt.
Darunter waren 1,16 Millionen Tonnen Bioethanol und 2,6 Millionen Tonnen Biodiesel. Im ersten Halbjahr 2011 konnte der Absatz von Bioethanol leicht (+4,7 Prozent) erhöht werden, der Absatz von Biodiesel und Pflanzenöl ging allerdings deutlich zurück (-15,7 Prozent). In den Jahren 2010 bis 2014 liegt der zu erbringende energetische Biokraftstoffanteil bei 6,25 Prozent. Diese Quote wird - auch aufgrund von Übertragungen aus dem Vorjahr auch in diesem Jahr voraussichtlich erreicht werden, so dass keine Strafzahlungen fällig sind.
Biokraftstoffe und Welternährung
Mit rund 144 Millionen Tonnen (2010) fließen nur 6,4 Prozent der Weltgetreideernte (2, 25 Milliarden Tonnen) in die Produktion von Biokraftstoffen.
Getreideverwertung, Quelle: BMELV
Weltgetreideverbauch 2010, Quelle: BMELV
Globaler Zuckerverbrauch 2010, Quelle: BMELV

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