Sieger des "Bundeswettbewerbs Bioenergiedörfer 2010"
Die drei vorbildlichsten Bioenergiedörfer Deutschlands 2010 sind Jühnde-Barlissen (Niedersachsen), Effelter (Bayern) und Feldheim (Brandenburg).
Die Bürgermeister der vorbildlichsten Bioenergiedörfer Deutschlands, Jühnde-Barlissen (Niedersachsen), Effelter (Bayern) und Feldheim (Brandenburg), erhalten ihre Preise im Rahmen der Veranstaltung "Bioenergy Decentral", Quelle: Zdenka Hajkova, FNR
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat damit beispielhafte Bioenergiedörfer, die mindestens die Hälfte ihres Jahresstrom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken, prämiert. Die Dörfer sollten die Biomasse dabei möglichst effizient, nachhaltig und innovativ nutzen. Zudem sollte die Bevölkerung miteinbezogen werden.
Damit sollen die Bioenergiedörfer 2010 Vorbildwirkung für die Entwicklung ländlicher Regionen und die regionale Nutzung von Biomasse entfalten, denn die Bioenergie ist die bedeutendste regenerative Energieform in Deutschland. Energie aus Biomasse macht derzeit 70 Prozent der Endenergiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern aus.
"Die lokale Nutzung einheimischer Biomasse zum Beispiel in Bioenergiedörfern oder Regionen ist ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und ökologischen Energieversorgung. Wo immer es möglich ist, sollte der regionale Bezug an erster Stelle stehen. Dadurch entsteht Wertschöpfung vor Ort, die Arbeitsplätze schafft," sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner anlässlich der Bekanntgabe der Gewinner am 20. Oktober 2010.
Die drei Kommunen wurden anlässlich der auf der Messe "EUROTIER 2010" stattfindenden Ausstellung "Bioenergy Decentral" in Hannover prämiert und erhielten ein Preisgeld von je 10.000 Euro, das zum Ausbau der Bioenergiedörfer eingesetzt wird.
Der Wettbewerb ist Teil des Aktionsprogramm "Energie für morgen – Chancen für ländliche Räume". Mit der Unterstützung von Forschung und Entwicklung zielt das Programm vor allem auf eine Ausweitung des Biomasseangebotes und die Effizienzsteigerung der Umwandlungstechnologien. Ein weiterer Punkt ist die Wissensvermittlung. Hier fördert das BMELV unter anderem eine regionale Bioenergieberatung mit Anlaufstellen in allen Flächenbundesländern.

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