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Wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft hat sich verbessert

Zur positiven Entwicklung der Ertragslage haben vor allem höhere Erlöse für Getreide, Milch und Kartoffeln beigetragen. Negativ wirkten sich hauptsächlich die gestiegenen Aufwendungen für Dünge- und Futtermittel sowie für Energie aus.

Einkommen

Im WJ 2010/11 sind die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe (ohne juristische Personen in den neuen Ländern) im Durchschnitt um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 54 375 Euro je Unternehmen gestiegen. Im Vorjahr (2009/10) waren die Einkommen um 8,8 Prozent zurückgegangen. Der Gewinn plus Personalaufwand je Arbeitskraft dieser Betriebe stieg um 25,7 Prozent auf 30 892 Euro. Das durchschnittliche Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit lag damit wieder deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Wirtschaftsjahre.

In den Buchführungsergebnissen sind auch unternehmensbezogene Direktzahlungen und Zuschüsse enthalten, die einen bedeutenden Anteil der betrieblichen Erträge landwirtschaftlicher Unternehmen darstellen. Der größte Beitrag entsteht aus den EU-Direktzahlungen (1. Säule), insbesondere aus der Betriebsprämie. In den landwirtschaftlichen Betrieben des Testbetriebsnetzes betrugen die unternehmensbezogenen Direktzahlungen und Zuschüsse im WJ 2010/11 durchschnittlich 35 579 €/Unternehmen. Die Direktzahlungen machten 13,1 % der betrieblichen Erträge aus. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zahlungen insgesamt nur wenig verändert.

Buchführungsergebnisse der Testbetriebe 2010/11

Strukturwandel

In Deutschland waren im Jahr 2010 rund 1,08 Millionen Menschen haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig. Gegenüber 2007 ist ihre Zahl weiter zurückgegangen, die jährliche Abnahmerate lag bei rd. zwei Prozent. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sank seit 2007 jährlich um 2,4 Prozent auf rund 299.100 im Jahr 2010.

Erzeugerpreise

An den Weltmärkten für wichtige Agrarerzeugnisse kam es in den letzten Jahren zu großen Preisschwankungen. Wegen der Liberalisierung der europäischen Agrarmärkte unterlagen deshalb besonders die Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte in Deutschland erheblichen Schwankungen. Der Index der Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte stieg von einem Tiefpunkt im Herbst 2009 an und erreichte im Mai 2011 eine Preisspitze. Seitdem sind die Erzeugerpreise pflanzlicher Produkte im Durchschnitt rückläufig gewesen, während für die meisten tierischen Erzeugnisse stabile oder steigende Preise zu verzeichnen waren.

Agrarwirtschaft

Zusammen mit den vor- und nachgelagerten Bereichen hat die Landwirtschaft in Deutschland 2010 eine Bruttowertschöpfung von fast 150 Milliarden Euro erzielt, das sind rund 6,7 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche. Der deutsche Agrarexport hat 2011 mit einem wertmäßigen Plus von über 9 Prozent sein langfristiges Wachstum fortgesetzt. Jede vierten Euro erlöst die Ernährungswirtschaft auf Auslandsmärkten.

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