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G20-Agrarminister beschließen Aktionsplan - Aigner dringt auf schnelle Umsetzung

"Mehr Transparenz auf internationalen Rohstoff-Märkten"

Zum Abschluss des Treffens der Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 23. Juni 2011 in Paris hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine schnelle Umsetzung des beschlossenen Aktionsplans gefordert.

"Von diesem G20-Treffen geht ein klares Signal aus: Die Agrarminister sind entschlossen, für mehr Transparenz auf den internationalen Märkten zu sorgen, um Missbrauch und Manipulation von Rohstoffpreisen einen Riegel vorzuschieben. Der in Paris beschlossene Aktionsplan enthält wirksame Maßnahmen, die nun möglichst schnell greifen müssen", erklärte Aigner in Paris. "Wir müssen die Funktionsfähigkeit der Agrarmärkte stärken, Markttransparenz und Marktinformation verbessern und alles daran setzen, die extremen Preisschwankungen einzudämmen."

Frankreich hat die Preisschwankungen von Agrarrohstoffen zum Schwerpunkt seiner G20-Präsidentschaft erklärt. Deutschland unterstützt die Initiative Frankreichs, zur Verbesserung der weltweiten Ernährungslage und zur Eingrenzung extremer Preisschwankungen einen Aktionsplan zu verabschieden. Bundesministerin Ilse Aigner setzt sich für mehr Transparenz auf den Agrarmärkten und auf internationaler Ebene für gemeinsames Engagement gegen Missbrauch und Manipulation von Preisen ein. Ihr Ziel ist es, die Auswirkungen übermäßiger Preisschwankungen im Agrarrohstoff- und Lebensmittelbereich zu mindern ohne die Funktionsfähigkeit der Märkte zu beeinträchtigen.

Aigner sprach in Paris von einem "historischen Treffen": "Erstmals in der Geschichte haben sich die Agrarminister der G20 versammelt, um Antworten zu finden auf die entscheidenden Zukunftsfragen unseres Planeten: Wie können wir das Menschenrecht auf Nahrung sichern, wie können wir die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung gewährleisten und unsere wichtigsten Rohstoffe vor Spekulation und Preistreiberei schützen?"

Durch die "alarmierende Achterbahnfahrt auf den Weltmärkten für Agrar-Rohstoffe" seien Grundnahrungsmittel besonders für viele Menschen in den Entwicklungsländern unbezahlbar geworden. "Wir Agrarminister bekennen uns zum Menschenrecht auf Nahrung – die internationale Gemeinschaft steht hier in der Verantwortung. Nahrungsmittel und Agrarrohstoffe sind kein Produkt wie jedes andere. Es geht um die Lebensgrundlage von Milliarden Menschen. Deshalb müssen wir verhindern, dass Nahrungsmittelmärkte zum Objekt von Spekulanten und Zockern werden", sagte Aigner.

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