Tagung des OECD-Agrarausschusses
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine Internationale Organisation mit 30 Mitgliedstaaten. Sie analysiert politische Maßnahmen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Darauf basierend gibt sie Empfehlungen für die politische Planung.
Am 25. und 26. Februar 2010 tagte zum ersten Mal seit 1998 der Agrarausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf Ministerebene. Deutschland war durch Bundesministerin Ilse Aigner vertreten. Zusammen mit Vertretern aus den übrigen OECD-Länder, der EU sowie Chiles, Estlands, Israels, Rumäniens, der Russlands und Sloweniens wurden Politikgrundsätze für die Bereiche Ernährung und Landwirtschaft sowie Orientierungshilfen zur strategischen Ausrichtung der künftig von der OECD zu leistenden Arbeiten vereinbart.
Beschlüsse und Ergebnisse
Die Beschlüsse der OECD-Agrarministerkonferenz sind Basis für die agrarpolitischen Maßnahmen im kommenden Jahrzehnt und für die beratende und analytische Arbeit der OECD. Priorität besteht in der Sicherung eines angemessenen Angebots an sicheren und nahrhaften Nahrungsmitteln auf nachhaltiger Basis für die wachsende Weltbevölkerung.
Exkurs: OECD und Landwirtschaft
Die OECD beobachtet auch das Geschehen auf den Agrarmärkten. Auswirkungen politischer Maßnahmen auf den Agrarhandel und Empfehlungen zur weiteren Liberalisierung sind seit 1998 ebenfalls Teil der OECD-Arbeit. Die Analyse der Umweltauswirkungen der Agrarproduktion, Vorschläge zur nachhaltigen Landwirtschaft und Beiträge zur nachhaltigen Fischerei bilden weitere Themenschwerpunkte.
Den Arbeiten der OECD kommt angesichts der Herausforderungen an die Landwirtschaft durch stärker schwankende Weltmarktpreise, eine wachsende Weltbevölkerung, den Klimawandel und schwindenden Ressourcen sowie eine Kopplung von Agrarpreisen und Ölpreis wachsende Bedeutung zu. Dabei spielt die Integration der Schwellenländer mit ihrem großen Agrarpotenzial eine wesentliche Rolle.
Das BMELV ist Mitglied in den Ausschüssen für Landwirtschaft und für Fischerei sowie in den Arbeitsgruppen für Agrarpolitik und -märkte und den gemeinsamen Arbeitsgruppen Landwirtschaft und Handel sowie Landwirtschaft und Umwelt. Die Ergebnisse der Arbeiten werden von der OECD veröffentlicht. Sie fließen in die politischen Diskussionen zur Fortentwicklung der europäischen und der nationalen Agrarpolitik als Beitrag zur ökonomischen Bewertung bestimmter Maßnahmen mit ein.

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