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Praktikantenprogramme mit Osteuropa

Seit Anfang der 90er-Jahre fördert das BMELV vier- bis sechsmonatige Praktikantenprogramme für junge Nachwuchskräfte des Agrarbereichs aus Russland, der Ukraine und Weißrussland.

Das Praktikantenprogramm ist Teil der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und diesen Ländern. Die Durchführung der Praktikantenprogramme erfolgt durch die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes, das Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes, die Arbeitsgemeinschaft für Projekte in Ökologie, Landwirtschaft und Landesentwicklung in Osteuropa e.V. und die Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik (DEULA-Nienburg GmbH).

Das Ziel der vom BMELV geförderten Programme ist es, künftigen Fach- und Führungskräften im Rahmen eines Praktikums in landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland wichtige fachliche Qualifikationen sowie unternehmerisches, marktorientiertes Denken und Handeln zu vermitteln. Die Qualifikation der Praktikanten in den Betrieben wird begleitet durch

  • Einweisungs- und Auswertungstagungen,
  • interdisziplinären Erfahrungsaustausch und interkulturelle Schulungen,
  • Fachlehrgänge und –exkursionen,
  • Zwischen- und Abschlussseminare sowie
  • Nachbereitungsmaßnahmen.

Wichtiger Beitrag

Bisherige Erfahrungen und die Bewertung aus den entsendenden Ländern zeigen, dass das Praktikantenprogramm einen wichtigen Beitrag zur fachlichen Qualifizierung für junge Fach- und Führungskräfte leistet. Außerdem bieten die im Verlauf des Programms entstehenden Kontakte zwischen der Agrarwirtschaft Osteuropas und Deutschlands gute Ausgangspunkte zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und diesen Ländern. Besonders geschätzt werden die vom BMELV geförderten Aus- und Weiterbildungsprogramme von Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft, die in Osteuropa aktiv sind. Zahlreiche Absolventen haben bereits führende Positionen in ihren Heimatländern übernommen und wirken auch bei der Gestaltung und Entwicklung der ländlichen Räume ihres Landes mit. Hierbei kommen ihnen insbesondere ihre Fähigkeit zur Mobilität, ihre Sprachkenntnisse und ihre Kontakte nach Deutschland zugute. Letzteres hat auch dazu geführt, dass "Ehemalige" deutschen Firmen den Einstieg in den osteuropäischen Markt wesentlich erleichtern können.

Die Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Bildung zwischen Deutschland und Osteuropa wird durch das bereits entstandene Netzwerk intensiviert und der Erfahrungsaustausch sowie nicht zuletzt der Kontakt der Teilnehmer untereinander gefördert und aufrechterhalten. Um Nachhaltigkeit zu sichern, wurden vom BMELV in den Entsendeländern Tagungen und Kongresse zur Nachbereitung und Vertiefung der Auslandserfahrung durchgeführt.

Um eine noch stärkere Vernetzung und einen besseren gegenseitigen Informationsaustausch zwischen den Absolventen der Praktikantenprogramme untereinander sowie zwischen Absolventen und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu erreichen, sollte die Informationstechnologie genutzt werden.

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