Bundesministerin Ilse Aigner besucht Spanien
Bundesministerin Ilse Aigner hat am 18. April 2011 die spanische Landwirtschaftsministerin Rosa Aguilar in Madrid getroffen.
Bundesministerin Aigner sprach mit ihrer spanische Amtskollegin Aguilar über die Zukunft der Agrarpolitik, Quelle: Ministerio de Medio Ambiente y Medio Rural y Marino
Zentrales Thema der Gespräche war die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa nach 2013. Während ihrer Reise verschaffte sich Bundesministerin Ilse Aigner einen Eindruck von der Situation in Spanien.
Ministerin Ilse Aigner erklärte, die Europäische Union stehe in den kommenden Jahren vor wichtigen Weichenstellungen in der GAP. Die europäischen Landwirte müssten sich stärker als in der Vergangenheit am Markt orientieren. Sie sollen nachhaltig wirtschaften, ihre Wettbewerbsfähigkeit soll weiter gesteigert werden und ökologische Elemente sollen dabei noch stärker berücksichtig werden. Dennoch müsse auch in Zukunft über Direktzahlungen das Einkommen der Landwirte stabilisiert werden, um beispielsweise Marktrisiken abzufedern.
Agrar- und Ernährungswirtschaft in Spanien
Die Agrar- und Ernährungswirtschaft stellt in Spanien einen Wirtschaftszweig von herausgehobenener Bedeutung dar. Mehr als die Hälfte der Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt, wobei aufgrund des warmen und trockenen Klimas etwa ein Fünftel der Anbaufläche künstlich bewässert wird. Die Landwirtschaft beschäftigt knapp eine Millionen Arbeitskräfte, in der Ernährungsindustrie arbeiteten 2009 weitere 460.000 Personen. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt beträgt etwa 2,6 Prozent. Die Lebensmittelindustrie bildet mit einem Jahresumsatz von 84,6 Milliarden Euro im Jahr 2009 und einem Anteil an der gesamten Industrieproduktion von 14 Prozent in Spanien den größten Industriezweig.

Delicious
Mister Wong
digg
twitter
studiVZ, meinVZ, schülerVZ