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Äthiopien: Enge Zusammenarbeit bei der landwirtschaftlichen Weiterbildung

Deutschland und Äthiopien arbeiten auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Weiterbildung eng zusammen, um durch Qualifizierung und Ausbildung wichtige Grundvoraussetzungen für die Ernährungssicherung zu schaffen.

Grundlage der Zusammenarbeit ist eine "Gemeinsame Willenserklärung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Weiterbildung", die im April 2010 vom Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller, und seinem äthiopischen Amtskollegen Dr. Abera Deresa unterzeichnet wurde.

Deutsch-Äthiopisches landwirtschaftliches Weiterbildungszentrum

Ein wichtiger Baustein der Kooperation ist das erste "Deutsch-Äthiopische landwirtschaftliche Weiterbildungszentrum" in Kulumsa, 200 Kilometer südlich von Addis Abeba. Dort sollen äthiopische Landwirte und Mitarbeiter von Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen in modernen landwirtschaftlichen Produktionsverfahren, der Maschinenanwendung und in der Unternehmensführung geschult werden. Das mit einem Gesamtvolumen von über zwei Millionen Euro ausgestattete landwirtschaftliche Weiterbildungsprojekt wird gemeinsam mit deutschen Unternehmen durchgeführt, die einen Teil der Projektkosten tragen sowie Maschinen, Saatgut und Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stellen.

Es ist das erste im Rahmen des bilateralen Kooperationsprogramms des BMELV in Afrika durchgeführte Wirtschaftskooperationsprojekt. Ziel ist es, nachhaltige Formen der Landwirtschaft zu unterstützen und die Vorzüge angepasster moderner Technologien aufzuzeigen, um mittelfristig einen Beitrag zu Steigerungen in der Produktivität und damit auch in der landwirtschaftlichen Produktion zu leisten.

Im August 2011 legte der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser den Grundstein für das Agrarausbildungszentrum  und kündigte bei seinem Besuch weitere Projekte in der Region an. So könne etwa die bestehende Kooperation zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der äthiopischen Kulturpflanzenvielfalt auch für die Züchtung und Vermehrung von dringend benötigtem Saatgut trockenheitsresistenter Pflanzensorten genutzt werden. Hierfür will das BMELV 2011 bis zu 200.000 Euro und in den kommenden Jahren weitere 750.000 Euro bereitstellen. "Im engen Schulterschluss mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wollen wir landwirtschaftliches Fachwissen stärker in die Entwicklungszusammenarbeit einbringen", sagte Bleser.

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