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Afrika als Partner auf Augenhöhe

Die Strategie der Bundesregierung setzt auf die Chancen und Potentiale des Kontinents Afrika und seiner Menschen.

Bundeskanzlerin Merkel und Bundesministerin Aigner in Gesprächen mit den Vertretern der afrikanischen Länder Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner beim Delegationsgespräch im Präsidentenpalast mit Kenias Staatspräsident Mwai Kibbaki. Sie vereinbarten eine engere Zusammenarbeit in der Landwirtschaft, Quelle: REGIERUNGonline/Denzel

Das Afrika-Konzept der Bundesregierung konzentriert sich auf sechs Schlüsselbereiche mit gemeinsamen Werten und Interessen:

  • Frieden und Sicherheit
  • gute Regierungsführung
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Demokratie und Menschenrechte
  • Wirtschaft
  • Klima und Umwelt
  • Energie und Rohstoffe sowie
  • Entwicklung, Bildung und Forschung.

Das BMELV ist in vielen Bereichen der Afrika-Strategie präsent

Wirtschaft: Das BMELV unterstützt die Öffnung der europäischen Märkte für afrikanische Produkte, Agrarinvestitionen und die Abschaffung aller den Agrarhandel verzerrenden Maßnahmen, darunter Exportsubventionen im Rahmen einer WTO-Lösung.

Klima und Umwelt: Die Bundesregierung unterstützt den Erhalt der biologischen Vielfalt durch entsprechende Produktions- und Nutzungsstrategien. Für die Nutzung von genetischen Ressourcen muss es auf internationaler Ebene einen angemessenen und gerechten Ausgleich für afrikanische Länder geben. Wichtig sind hier die Umsetzung des Internationalen Saatgutvertrags und des Nagoya-Protokolls zum Zugang zu genetischen Ressourcen.

Waldschutz: Afrikas Wälder leisten wichtige Beiträge zur Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und Rohstoffgewinnung und stabilisieren zu einem bedeutenden Teil das Klima.

Energie und Rohstoffe: Gerade in dünn besiedelten, ländlichen Gebieten Afrikas mit hoher Sonneneinstrahlung und Biomasseproduktion liegen Potentiale für neue Energiesysteme. Ziel ist die Förderung von effizienteren Energiesystemen, erneuerbare Energien und die Entwicklung von Niedrigemissionsstrategien in Afrika. Schwerpunkt liegt auf der dezentralen Energieerzeugung.

Nachhaltige und wissensbasierte Entwicklung: Ein wesentlicher Bereich ist die landwirtschaftliche Ausbildung, um die Produktivität und Nachhaltigkeit der Agrarwirtschaft zu erhöhen. Dabei soll die Anbindung an regionale und globale Märkte unterstützt werden.

Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: Schlüssel zur Armutsreduzierung und Ernährungssicherung in Afrika

Über 60 Prozent der Menschen auf dem afrikanischen Kontinent –  in manchen Ländern sogar bis zu 80 Prozent - leben auf dem Land und sind direkt oder indirekt auf dem Agrarsektor tätig. Es sind in erster Linie diese Menschen, die von Hunger und Mangel betroffen sind.

Wenn es gelänge, allein die Ernteverluste deutlich zu reduzieren, könnten je nach Land Ertragssteigerungen zwischen 30 bis 50 Prozent erzielt werden.

Bei FAO-Projekten des BMELV geht es daher unter anderem darum, den Landwirten vor Ort eine konservierende Bodenbearbeitung zu vermitteln. Weitere Schwerpunkte sind: Effiziente Saatgutproduktion, der Aufbau von Genossenschaften, die Minimierung von Ernteverlusten oder nachhaltige Waldnutzung.

G-20 Agrarministergipfel

Es ist ein großer Erfolg der französischen G20-Präsidentschaft, dass es gelungen ist, den Aufbau eines Agrar-Markt-Informations-Systems (AMIS) zu beschließen. Mit Hilfe von AMIS soll künftig die Entwicklung der vier wichtigsten pflanzlichen Erzeugnisse (Weizen, Mais, Reis,  Sojabohnen) beobachtet werden und es sollen international vergleichbare Produktions- und Verbrauchszahlen vorgelegt werden. In Ergänzung wird ein satellitengestütztes Geoinformationssystem geprüft, das wichtige Wetterdaten verfügbar macht und fundierte Vorhersagen erleichtert.

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