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IN FORM-Projekt "aid-Ernährungsführerschein"

Küchenkompetenz für Grundschüler

Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtsprojekt für die Grundschule, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. In sechs bis sieben Doppelstunden lernen die Drittklässler, vollwertige Gerichte zuzubereiten.

Sie erhalten, nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung, ihren persönlichen Ernährungsführerschein als Bestätigung für die gewonnene Küchenkompetenz. Etwa 450.000 Kinder sind seit dem Start in 2007 stolze Besitzer des aid-Ernährungsführerscheins.

Das Unterrichtsmaterial für den aid-Ernährungsführerschein wurde so konzipiert, dass die Lehrerin oder der Lehrer es selbständig im Klassenzimmer durchführen kann. Das Medienpaket enthält ausgearbeitete Unterrichtsverläufe, Kopiervorlagen, Elternbriefe und Führerscheindokumente.

Im Rahmen der Kampagne "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" fördert das Bundesernährungsministerium die Ausbildung und die Einsätze von insgesamt 270 LandFrauen und 120 "Klasse-2000-Gesundheitsförderern", die den aid-Ernährungsführerschein vor Ort begleiten. Dabei setzen die Projektbeteiligten langfristig und nachhaltig auf engagierte Lehrer, die das Unterrichtsmaterial des aid infodienstes in der Unterrichtspraxis umsetzen. Über diese Maßnahme wurden mit rund 7.000 Einsätzen 148 000 Kinder erreicht.

Durch ihre große Fachkompetenz und mit viel persönlichem Engagement geben diese 390 Fachkräfte wichtige Impulse für die Ernährungsbildung an Grundschulen und ermutigen die Lehrerinnen und Lehrer, den aid-Ernährungsführerschein selbständig und regelmäßig im Unterricht der dritten Klassen durchzuführen. So ist eine optimale und nachhaltige Verbreitung des Konzeptes sichergestellt.

Auch für die Lehrkräfte bot der aid in jedem Bundesland kostenfreie Fortbildungen an. Auf diesem Weg wurden bisher 1.700 Lehrer und Referendare geschult. Im Rahmen eines Anschlussprojektes von IN FORM werden noch bis Mitte 2012 Einsätze der Fachkräfte in Schulen anteilig gefördert und es gibt weiterhin kostenfreie Lehrerfortbildungen.

Evaluationsergebnisse zum Ernährungsführerschein

Wie Lehrkräfte das Medienpaket nutzen und welche Effekte diese Form der Ernährungsbildung bei den Kindern hat, wurde in einer zweijährigen Studie untersucht. Die Ergebnisse der in 2011 abgeschlossenen wissenschaftlichen Evaluation, die in 77 Klassen aus 11 Bundesländern durchgeführt wurde, sind überaus positiv.

Lehrer loben beispielsweise die kindgerechte Gestaltung sowie die klaren Aufgabenstellungen und Schülern macht der praxisorientierte Unterricht großen Spaß. Auf unterhaltsame Weise lernen die Kinder Lebensmittel und deren Zubereitung kennen. Darüber hinaus gelingt es, mit dem Unterrichtsmaterial die Elternhäuser aktiv mit einzubeziehen.

Die Vorher-Nachher-Befragung bei den über 1.200 Grundschulkindern zeigte, dass der aid-Ernährungsführerschein positive Entwicklungen im Bereich Wissen, Motivation, Kompetenzen und Verhalten bei ihnen anstößt. So stieg beispielsweise der Anteil der Kinder, die angaben, einen Fruchtquark selber machen zu können, um 27 Prozent. Auch die Lehrkräfte bestätigten einen Kompetenzgewinn der Kinder zum Beispiel beim Rezepte lesen, bei Arbeitsabläufen oder Schneidetechniken. Die Steigerung der Teamfähigkeit und die Beachtung von Tischregeln sind ein weiterer Lernerfolg der Schüler. Die größten Entwicklungsfortschritte machten Kinder, die zunächst relativ wenig zum Thema wussten

Weitere Informationen zum aid-Ernährungsführerschein, zu den Förder- und Fortbildungsmöglichkeiten und zur Evaluation (mit Ergebnisbericht) finden Sie unter www.aid-ernaehrungsfuehrerschein.de

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