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Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II – Basisauswertung II

Menschen, mit geringem Einkommen und einer niedrigen beruflichen Stellung unterscheiden sich beim Essen von Männern und Frauen mit guter Ausbildung, hoher beruflicher Stellung und gutem Einkommen – allerdings sind die Unterschiede für viele Lebensmittelgruppen eher undramatisch: So trinken Frauen aus der sogenannten Unterschicht täglich ein Glas Wasser weniger als ihre Geschlechtsgenossinnen, die zur sogenannten Oberschicht gehören.

Gemüse und Obst: Frauen der sogenannten Oberschicht essen mehr Obst

Grafische Darstellung des Verzehrs von frischem Gemüse und Obst Männer essen insgesamt weniger Obst und Gemüse.

Frauen aus der Unterschicht essen auch weniger frisches oder erhitztes Gemüse und Obst. In der gesamten Gruppe "Gemüse, Pilze, Hülsenfrüchte" beträgt dieses Minus 30 Gramm am Tag, bei Obst- und bei Obsterzeugnissen sind es 26 Gramm. Ganz ähnlich sieht es bei den Männern aus – nur essen sie insgesamt weniger Obst und Gemüse als Frauen.

Fleisch und Wurstwaren: Mehr Wurst für Männer mit geringerem Einkommen

Größer ist der Unterschied zwischen der sozialen Schichtzugehörigkeit, wenn es um Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren geht. Hier essen Männer der Oberschicht satte 20 Prozent weniger als die männlichen Befragten der Unterschicht. Bei den Frauen macht der Unterschied nur sieben Gramm täglich aus. Der gesamte Verzehr beträgt mit 57 Gramm bei den Vertretern der Unterschicht etwas mehr als die Hälfte dessen, was die Männer an Fleisch, Fleischerzeugnissen und Wurst am Tag zu sich nehmen. Bei der Oberschicht ist der Unterschied etwas weniger gravierend (Frauen 50 Gramm pro Tag, Männer 88 Gramm pro Tag). Der geringere Verzehr von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Wurst basiert bei beiden Geschlechtern im Wesentlich auf einen Verzicht bei den Wurstwaren und Fleischerzeugnissen (zum Beispiel Kassler oder Schinken).

Wasser/Limonade: Wer gut ausgebildet ist, trinkt mehr Wasser

Grafische Darstellung des Verzehrs von  Wasser Wer gut ausgebildet ist, trinkt mehr Wasser.

Beim Wasser liegen die Frauen vorn – zumindest die mit guter Ausbildung, beruflicher Stellung und höherem Einkommen. Sie trinken 1.216 Gramm Wasser am Tag, Männer derselben Schicht liegen mit 1.158 Gramm knapp darunter. Bei Männern wie Frauen steigt der Wasserkonsum von der Unterschicht zur Oberschicht. Groß ist der Unterschied zwischen Unterschicht und Oberschicht, wenn es um Limonade geht: Männer der Oberschicht trinken keine 100 Gramm pro Tag (95 Gramm pro Tag) von den süßen Sprudelgetränken, Männer der Unterschicht immerhin durchschnittlich 365 Gramm pro Tag. Bei Frauen zeigt sich ein ähnliches Bild auf deutlich geringerem Niveau.

Alkohol: Bier eint die Frauen aller Schichten

Bei alkoholischen Getränken muss unterschieden werden: Beim Bier zeigt sich bei Frauen kein Zusammenhang zwischen Schichtzugehörigkeit und Bierkonsum; Männer der Unterschicht trinken am Tag ein Glas Bier à 300 Milliliter mehr als ihre Geschlechtsgenossen der Oberschicht. Wein und Sekt bleiben "elitäre" Getränke: Frauen der Unterschicht trinken mit 21 Gramm pro Tag hier nicht mal ein Drittel der Menge, die Frauen der Oberschicht täglich im Schnitt zu sich nehmen. Ein Bild, das sich bei den Männern ganz ähnlich zeigt. Bei härteren Getränken liegen die Männer mit einem drei- bis sechsfachen Verbrauch deutlich vor den Frauen, bei denen es zwischen den Schichtzugehörigkeiten diesbezüglich nur geringfügige Unterschiede gibt. Dagegen trinken Männer mit geringem Einkommen und weniger guter beruflichen Stellung rund dreimal mehr Spirituosen (täglich acht Gramm) als Männer aus der Oberschicht – das entspricht knapp drei Schnapsgläsern in der Woche.

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Weitere Informationen zur Nationalen Verzehsstudie II

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