Navigation und Service

Regionale Aspekte

Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II – Basisauswertung II

Auffallend bei der Auswertung nach Bundesländern ist ein Unterschied im Verzehr zwischen den neuen und den alten Bundesländern. Ein deutlicher Unterschied im Ost/West-Vergleich zeigt sich beim Verzehr von Brot und Backwaren, Getreide und Getreideerzeugnissen, Obst, Streichfetten und Wurstwaren. Ausgeprägte Nord-Süd-Unterschiede kann die Studie hingegen nicht nachweisen.

Frauen im Osten essen mehr Brot

Frauen aus den neuen Bundesländern verzehren mehr Brot als Frauen aus den alten Bundesländern. In Brandenburg werdentglich etwa 150 Gramm verzehrt, in Bayern sind es nur 120 Gramm. Bei den Männern zeigen sich größere Unterschiede in den Verzehrsmengen. Am wenigsten Brot wird im Saarland (154 Gramm proTag) gegessen, am meisten in Bremen (231 Gramm pro Tag). Die meisten Backwaren werden in Sachsen-Anhalt verzehrt (Frauen: 38 Gramm pro Tag; Männer 56 Gramm proTag).

Im Osten wird dick aufgestrichen

Die Teilnehmer aus den neuen Bundesländern zeichnen sich durch einen hohen Verzehr von Streichfetten (Butter, Margarine) aus. Bei den Frauen ist Brandenburg mit 31 Gramm pro Tag Spitzenreiter, bei den Männern Mecklenburg-Vorpommern mit 52 Gramm pro Tag. Diese Verteilung ist im Zusammenhang mit dem Brotverzehr zu sehen. Am sparsamsten gehen die Frauen aus Nordrhein-Westfalen mit den Fetten um (17 Gramm pro Tag).

Mehr Wurst im Osten – mehr Fleisch im Westen

Die Teilnehmer aus den neuen Bundesländern verzehren im Bundeslandvergleich mehr Wurstwaren und Fleischerzeugnisse wie Kassler oder Schinken. Spitzenreiter sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind dabei Sachsen und Thüringen. Männer verzehren in Thüringen zum Beispiel jeden Tag gut 80 Gramm. In Rheinland-Pfalz sind es hingegen knapp 50 Gramm. Demgegenüber sind die neuen Bundesländer beim Fleisch eher im unteren Bereich beim Ländervergleich zu finden.

Hamburg isst Fisch

Spitzenreiter beim Verzehr von Fisch, Fischerzeugnissen und Krustentieren sind sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Hamburger. Eine Tendenz, dass im Norden grundsätzlich mehr Fisch gegessen wird, lässt sich nicht nachweisen. Es fällt auf, dass die Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern im Bundeslandvergleich den letzten Platz belegen.

Sachsen und Bayern trinken das meiste Bier

Das meiste Bier in Deutschland trinken Männer aus Sachsen (385 Gramm pro Tag). Ähnlich viel Bier wird von Männern in Bayern getrunken (357 Gramm pro Tag). Das wenigste Bier trinken die Männer in Schleswig Holstein mit 150 Gramm pro Tag. Frauen trinken wenig Bier, darum sind auch die Unterschiede zwischen den Bundesländern gering – vorne liegen die Thüringerinnen und Bayerinnen.

Frauen und Männer verhalten sich sehr unterschiedlich

Wein wird in der Tendenz mehr in den westlichen als in den östlichen Bundesländern getrunken. Allerdings unterscheiden sich Männer und Frauen erheblich in Sachen Weinkonsum. Am meisten Wein trinken Männer aus Rheinland-Pfalz (75 Gramm pro Tag) und Baden-Württemberg (69 Gramm pro Tag), während in Mecklenburg-Vorpommern und Bremen nur gut 20 Gramm pro Tag getrunken werden. Bei den Frauen hingegen nimmt Bremen den zweiten Platz hinter dem Saarland ein mit knapp 50 Gramm täglich. Am Ende der Skala rangiert überraschenderweise das Weinland Rheinland-Pfalz mit 33 Gramm pro Tag.

Inhaltsübersicht

Weitere Informationen zur Nationalen Verzehsstudie II

Diese Seite

Zusatzinformationen

Charta für Landwirtschaft und Verbraucher (verweist auf: Informationen zur Charta)

Projekte

Logo des Netzwerks Junge Familie (verweist auf: Netzwerk Junge Familie)

Initiative des BMELV für einen gesunden Lebensstil von Anfang an

Unternavigation aller Website-Bereiche