Mineralstoffe und Vitamine
Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II – Basisauswertung II
Wer sich in Deutschland ausgewogen ernährt, kann sich sicher sein, mit den wichtigsten Vitaminen und Nährstoffen versorgt zu sein. Ausnahmen gibt es vor allem für Frauen im gebärfähigen Alter, das gilt zum Beispiel für das Eisen.
Zufuhr der meisten Vitamine entspricht Referenzwerten
Bei den meisten Vitaminen entspricht die mittlere Zufuhr den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Nährstoffzufuhr. Deutlich unter den empfohlenen Werten liegt die Aufnahme von Vitamin D und Folsäure. Auch bleibt die tägliche Aufnahme von Vitamin C bei einem Drittel aller Männer und Frauen unter dem Referenzwert.
Unterversorgung mit Folsäure
79 Prozent der befragten Männer und 86 Prozent der Frauen unterschreiten die Empfehlung für die Folsäure-Aufnahme. Hauptquelle für Folsäure sind alkoholfreie Getränke, zum Beispiel Multivitaminsaft.
Natrium, Kalium, Magnesium und Zink liegen über Bedarf
Kalium ist in zahlreichen Lebensmittelgruppen enthalten. Die größten Mengen des Mineralstoffes nehmen Männer wie Frauen aus alkoholfreien Getränken, etwa Obstsäften, auf – das gilt auch für Magnesium. Zink ist ebenso wie Natrium vor allem in Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukten und Käse enthalten. Die Zufuhr dieser vier Mineralstoffe - Natrium, Kalium, Magnesium und Zink – liegt über den Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr.
Milch und Milchprodukte wichtige Calciumlieferanten
Milch und Milchprodukte (unter anderem Joghurt, Käse) liefern im Durchschnitt etwas mehr als 40 Prozent des täglichen Calciumbedarfs von 1.000 Milligramm (mg) für Erwachsene. Nur etwa fünf Prozent der Teilnehmer decken ihren kompletten Calciumbedarf bereits durch den Verzehr von Milch und Milchprodukten. Ein weiterer wichtiger Calcium-Lieferant ist Mineralwasser.
Nahrungsergänzung meistens unnötig
27,6 Prozent der Befragten greifen zu Nahrungsergänzungsmittel oder zu mit Nährstoffen angereicherten Medikamenten, den so genannten Supplementen, um ihre Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu verbessern. Im Alter von 35 bis 50 Jahren werden am meisten Supplemente eingenommen. Personen im Alter von 19 bis 24 Jahre greifen am seltensten zu Supplementen. Es nehmen wesentlich häufiger Frauen als Männer Supplemente ein. Bei den Personen, die Supplemente einnehmen, werden die Referenzwerte für die Zufuhr für die Vitamine B1, B2 und B6 und Niacin (Vitamin B3) im Schnitt allein durch diese gedeckt.
Bei den Mineralstoffen wird am häufigsten zu Magnesium- und Calcium-Präparaten gegriffen, bei Vitaminen steht Vitamin C an erster Stelle, gefolgt von Vitamin E, den B-Vitaminen und der Folsäure.

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