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ESL-Milch: Klare Kennzeichnung für Verbraucher

Die Konsummilchhersteller haben sich verpflichtet, ESL-Milch mit einer Haltbarkeit von rund drei Wochen eindeutig als "länger haltbar" zu kennzeichnen.

Nach der Konsummilch-Kennzeichnungs-Verordnung sind nur die Kennzeichnungen "pasteurisiert" und "ultrahocherhitzt" (H-Milch) vorgesehen. Doch neben der klassisch pasteurisierten Milch mit sieben bis zehn Tagen Haltbarkeit hat sich aufgrund technologischer Weiterentwicklungen die so genannte ESL-Milch etabliert.

ESL steht dabei für "Extended Shelf Life", also "längere Haltbarkeit im Regal". Die Mindesthaltbarkeitsdauer wird durch spezielle technische Verfahren gegenüber einer klassisch pasteurisierten Trinkmilch auf etwa drei Wochen verlängert.

Es gibt unterschiedliche Behandlungsverfahren zur Erzielung einer längeren Haltbarkeit der ESL-Milch. Zu unterscheiden sind zum einen die Hocherhitzung, bei der die Rohmilch bis maximal 127 Grad Celsius für zwei Sekunden erhitzt wird und zum anderen die Mikrofiltration, bei der die Magermilch mit Spezialfiltern zur Bakterienentfernung gereinigt und pasteurisiert wird. Bei diesem Verfahren wird zumeist nur der Fettanteil höher erhitzt.

Selbstverpflichtung zur Kennzeichnung

ESL-Milch findet eine immer stärkere Verbreitung. Dies gilt für Produkte nach beiden dargestellten Verfahren, für alle Absatzwege im Einzelhandel und für konventionell erzeugte Milch ebenso wie für Biomilch. Bezüglich der Kennzeichnung dieser Konsummilch, die für die Verbraucher und Verbraucherinnen nicht immer klar erkennbar war, haben sich die Konsummilchhersteller im Februar 2009 verpflichtet, klassisch pasteurisierte Konsummilch mit dem Zusatz "traditionell hergestellt" und ESL-Milch mit dem Zusatz "länger haltbar" an gut sichtbarer Stelle auf der Milchverpackung zu deklarieren. Die Selbstverpflichtung hat einen hohen Umsetzungsstand erreicht und nahezu flächendeckende Verbreitung gefunden.

Studie des MRI zu ESL-Milch

Zur Qualität und zu den sensorischen Eigenschaften der ESL-Milch im Vergleich zur klassisch pasteurisierten Trinkmilch hat das Max Rubner-Institut (MRI) eine Studie erarbeitet. Die Ergebnisse, die veröffentlicht wurden, lassen sich so zusammenfassen, dass die Qualität der ESL-Milch grundsätzlich nicht gegenüber derjenigen von klassisch pasteurisierter Trinkmilch zurücksteht. Sensorisch schneidet die traditionell pasteurisierte Milch tendenziell etwas besser ab; die Unterschiede können jedoch nicht als maßgeblich bezeichnet werden. Diese Ergebnisse stehen in Einklang mit anderen Untersuchungen zu dieser Thematik. Aus den Forschungsergebnissen kann geschlossen werden, dass es sich bei ESL-Milch - ebenso wie bei traditionell pasteurisierter Milch - um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt.

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