Twinning als strategisches Instrument
- Datum:
- 21.09.11
- Ort:
- Berlin
- Redner:
- Staatssekretär Dr. Robert Kloos
Grußwort des Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Robert Kloos auf der Kick-off-Veranstaltung der 2011 gestarteten BMELV-Twinning-Projekte.
Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Projektleiter, liebe Lang- und Kurzzeitexperten,
1. Einleitende Begrüßung
Ich heiße Sie herzlich willkommen zur ersten Kick off-Veranstaltung der neuen 2011 bereits gestarteten oder noch zu startenden BMELV-Twinning-Projekte.
Sie als sog. Twinner wissen, dass die Konkurrenz um die Twinning-Projekte immer größer wird. Nicht selten bewerben sich sieben bis acht qualifizierte Teams auf eine Projektausschreibung. Es kommt bei der Durchführung von Twinning-Projekten daher immer stärker auf Qualität an. Gemeinsam haben wir mit sechs gewonnenen Twinning-Projekten eine sehr beachtliche Bilanz der letzten Monate vorzuweisen:
Neue Projekte
- in Ägypten und Tunesien zum Verbraucherschutz,
- in Aserbaidschan zur landwirtschaftlichen Ausbildung,
- im Kosovo zur Lebensmittelsicherheit und zu ländlichen Räumen sowie
- in der Türkei zur landwirtschaftlichen Buchführung.
Diese Projekte sind neue Herausforderungen für Sie, aber auch für uns.
Mit dem Treffen heute möchten wir Ihnen die Gelegenheit bieten, Erfahrungen in der Zusammenarbeit auszutauschen. Einige der anwesenden Experten sind bereits sehr Twinning-erfahren, für andere ist es vielleicht der erste Einsatz.
Wir möchten Sie heute für Ihre Einsätze vorbereiten, indem wir Ihnen einen Werkzeugkoffer mit auf die Reise geben. Hierzu geben wir und die eingeladenen Experten Ihnen Instrumente ins Gepäck zu der Frage, welche Faktoren ein erfolgreiches Twinning-Projekt ausmachen. Verschiedene Experten werden heute Vormittag berichten:
- aus der Sicht des sog. National Contact Points (nationale Kontaktstelle im BMWi),
- aus der Sicht einer Langzeitexpertin in einem Twinning-Projekt des BMU in Ägypten und
- aus der Sicht eines Dienstleisters, erfahren im Finanz- und Projektmanagement.
Immer wichtiger wird das Thema „interkulturelle Sensibilität“. Hierzu bieten wir Ihnen heute Nachmittag einen praxisnahen Workshop an.
2. Twinning als strategisches Instrument
Meine Damen und Herren, Twinning-Projekte sind ein strategisches Instrument für den nachhaltigen Ausbau der Beziehungen mit unseren Partnern - das sind im Twinning die EU-Beitrittskandidaten und die östlichen Nachbarn der EU sowie die Mittelmeeranrainer.
BMELV ist nach wie vor mit Ihrer Unterstützung im Twinning sehr aktiv. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Ihnen für Ihr Engagement in diesen Projekten herzlich danken!
Wir versuchen Sie fachlich und personalwirtschaftlich dabei zu unterstützen. Sie helfen diesen Staaten mit Ihrem reichen Erfahrungsschatz und diese Auslandseinsätze sind auch für Sie als Experten eine besondere Qualifikation. Das Arbeiten in anderen Kulturen ist eine Herausforderung, durch die interkulturelle Kompetenzen erworben werden. Dadurch werden u. a. Kommunikationsfähigkeiten, Flexibilität, aber auch kreative Fähigkeiten, Innovation sowie Selbstreflexion gefördert.
Diese wertvollen Kompetenzen, die Sie durch die Projekte erwerben, möchten wir nutzen. Denn für mein Ministerium, das mit den Themen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz den komplexen Herausforderungen der Globalisierung gegenübersteht, ist die partnerschaftliche internationale Zusammenarbeit besonders wichtig.
3. Schlusswort
Das Austauschen von Erfahrungen und der Aufbau eines Netzwerkes sind für eine erfolgreiche Projektarbeit essentiell. Die heutige Veranstaltung ist ein Baustein hierzu. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und ankündigen, dass wir – wie bereits dieses Jahr im Mai am Müggelsee - im Herbst nächsten Jahres wieder eine Beratertagung veranstalten, und zwar gemeinsam mit den Twinning-Akteuren und denjenigen, die in den bilateralen Projekten des Kooperationsprogramms des BMELV engagiert sind. Ich möchte Sie einladen, Ihre Erfahrungen aus den Projekten auf der nächsten Tagung vorzustellen.
Ich freue mich auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen und danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement, insbesondere in den Ländern Ägypten und Tunesien, die eine Schlüsselfunktion in Nordafrika einnehmen.
Viel Erfolg in Ihrem Wirken.

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