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Abschlussveranstaltung des Bundeswettbewerbs "Entente Florale - Unsere Stadt blüht auf" und Verleihung "Gartenpreis des BMELV"

Datum:
24.08.10
Ort:
ZDF-Fernsehgarten, Mainz
Redner:
Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner

Es gilt das gesprochene Wort!

Anrede,

von der französischen Schriftstellerin Madame de Staël ist das schöne Zitat überliefert: "Die Pracht der Gärten aber hat stets die Liebe zur Natur zur Voraussetzung." Ich finde, es passt hervorragend zum Wettbewerb "Entente Florale - unsere Stadt blüht auf" und seinen Zielen:

  • Städte und Gemeinden durch Grün lebens- und liebenswert gestalten,
  • damit zugleich die Biologische Vielfalt nachhaltig fördern sowie
  • bürgerschaftliches Engagement anregen.

Seit genau zehn Jahren setzt der Wettbewerb Entente Florale damit genau die richtigen Akzente für eine nachhaltige städtische Grünentwicklung und deren Qualität. Er ist damit zuallererst ein Wettbewerb für die Menschen in unseren Städten, denen dies zugute kommt. Sie, die teilnehmenden Städte, haben sich diesen Zielen im Wettbewerb gestellt. Sie haben sich das Motto des Wettbewerbs "Unsere Stadt blüht auf" zu eigen gemacht und damit gezeigt, dass städtisches Grün bei Ihnen wichtig ist.

Zu dieser Leistung allen Beteiligten meinen herzlichen Glückwunsch in diesem Jubiläumsjahr!

Nachhaltige Stadtbegrünung ist ein zunehmend wichtiges Thema. Damit sie gelingt, müssen Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung vor Ort das Thema zu Ihrer eigenen Sache machen. Dieser Einsatz für mehr Lebensqualität in unseren Städten lohnt sich:

  • Die Bürgerinnen und Bürger finden Erholung und Ausgleich in Parks und Gärten.
  • Im Grünen ist man nicht allein und Kinder brauchen Grünflächen; Parks und Kleingärten haben deshalb eine wichtige soziale Funktion.
  • Touristen und Kunden kommen gerne in gepflegte, grüne und bunte Innenstädte.
  • Eine gute Grünplanung verbessert spürbar das innerstädtische Klima.
  • Gärten, Parks und Grünflächen sind Orte der biologischen Vielfalt.

Dies aufzuzeigen und entsprechendes Engagement anzuregen ist meiner Meinung nach die besondere Stärke des Wettbewerbs "Entente Florale" als Gemeinschaftsaktion von Gärtnern, kommunalen Spitzenverbänden und Tourismusverband.

2010 ist das Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt. Deshalb möchte ich dieses Thema heute besonders herausstellen, weil es für uns alle wichtig ist. Unter dem Motto "Schutz durch Nutzung" führt das BMELV die Initiative "Biologische Vielfalt schützen und nutzen" durch.

Mit zahlreichen Aktivitäten möchten wir dazu beitragen, die Bedeutung von Nutzung und Schutz der in der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft vorhandenen Vielfalt stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Dazu gibt es unter anderem eine Erlebnistour an Schulen - "Vielfalt on Tour: Mobiler Unterricht im Tourbus" - an rund 55 Standorten in Deutschland, einen Schulwettbewerb sowie die Erstellung einer "Karte der Vielfalt" im Internet unter www.hier-waechst-vielfalt.de, auf der Akteure, die sich um die Biologische Vielfalt aktiv kümmern, eingetragen werden.

In diesem Zusammenhang spielen der Gartenbau, unsere Kultur- und Nutzpflanzenvielfalt sowie Parks und Gärten eine wichtige Rolle. Empfehlungen an die Freizeitgärtner, im eigenen privaten Grün die Biologische Vielfalt zu fördern, gehören deshalb dazu.

Im Kontext der Biologischen Vielfalt sehe ich aber gerade auch den Wettbewerb Entente Florale auf kommunaler Ebene. Er regt aktives Handeln vor Ort in den Städten an und zeigt viele gute Beispiele für nachhaltige Grünentwicklung und Gartenkultur, die der Biologischen Vielfalt zugute kommen.

Vor ein paar Monaten wurde mir beispielsweise das Konzept "Nachhaltige Grünplanung auf städtischen Flächen" der Stadt Andernach vorgestellt. Meiner Meinung nach ist dies ein hervorragendes Beispiel, wie unter anderem die Kulturpflanzenvielfalt in ihrer ganzen Bandbreite auf neuen Wegen in die Stadt und zu den Bürgern gebracht werden kann.

Wenn solche guten Beispiele durch den Wettbewerb "Entente Florale" allgemein bekannt werden, steigt die Chance, dass sie Vorbildcharakter entwickeln können.

Deshalb habe ich mich persönlich auch sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass Andernach dieses Jahr am Wettbewerb Entente Florale teilnimmt. Ich bin gespannt, wie die Bewertung der Jury ausfällt, wenn gleich im Anschluss alle Städte vorgestellt und ausgezeichnet werden.

Ich möchte Ihnen jedoch zunächst den Gewinner des "Gartenpreis des BMELV" vorstellen. Gute Beispiele für gestalterische und zugleich biologische Vielfalt in Grünanlagen sollen durch diesen Sonderpreis im Wettbewerb Entente Florale ausgezeichnet werden.

Die Jury des Wettbewerbs hat dieses Jahr wieder einen Park vorgeschlagen, der in besonderer Weise den Preiskriterien gerecht wird: Den "Federbachbruch" in Muggensturm im Landkreis Rastatt. Wir sind diesem Vorschlag gerne gefolgt:

Der Federbachbruch ist ein stadtnahes Naturschutzgebiet, das durch parkähnliche Gestaltung für die Bürger erlebbar und zugleich in seiner Schutzfunktion nachhaltig aufgewertet wird. Dies ist in vorbildlicher Weise "Schutz durch Nutzen".

Ich wünsche mir, dass dieses Projekt als Vorbild für möglichst viele ähnliche Anlagen dient. Herzlichen Glückwunsch!

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Die Waldfibel gibt es als Broschüre, App fürs iPhone, iPad und Android Smartphone sowie als Windowsprogramm

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Informationen zur BMELV-Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung

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