Julia Klöckner überreicht die Urkunde "Grüner Haken" (Von links nach rechts: Frau Markus, Geschäftsführerin BIVA und Projektleiterin Heimverzeichnis, Frau Burret, (Einrichtungsleiterin, Frau Klöckner, Herr Thamm, Eigentümer der Einrichtung, Herr Grüttner (hessischer Sozialminister), Dr. Müller, Oberbürgermeister Wiesbaden und Herr Mauer, Landesgeschäftsführer Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V., Quelle: BMELV
100. Altenheim in Hessen mit dem "Grünen Haken" ausgezeichnet
Staatssekretärin Klöckner und Sozialminister Grüttner: Hohe Lebensqualität ist neben der medizinischen Versorgung das entscheidende Auswahlkriterium bei Alten- und Pflegeheimen. "Grüner Haken" ist wichtige Entscheidungshilfe.
Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesverbraucherministerin, Julia Klöckner, und der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner haben heute dem Seniorenstift Dr. Drexler in Wiesbaden den "Grünen Haken" für seine hohe Lebensqualität überreicht und diese Auszeichnung als "wichtige Entscheidungshilfe bei der Auswahl eines geeigneten Altenheimes" bezeichnet.
"Eine gute medizinische Versorgung in den Heimen ist Grundvoraussetzung. Um sich wohlzufühlen, müssen aber auch die übrigen Lebensumstände stimmen", so Klöckner und Grüttner.
Das Seniorenstift Dr. Drexler ist das 100. Altenheim in Hessen, das den "Grünen Haken" erhalten hat. Eine Übersicht der Heime, die mit dem "Grünen Haken" ausgezeichnet sind, finden Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet unter www.heimverzeichnis.de. Die unabhängige bundesweite Datenbank stellt schnell und unkompliziert vergleichbare Informationen über die Lebensqualität der Altenheime in der Umgebung zur Verfügung.
"Ich freue mich, dass immer mehr Heime auch in Hessen sich von den ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachtern des Heimverzeichnisses bewerten lassen. Damit zeigen die teilnehmenden Altenpflegeeinrichtungen in Hessen, dass ihre Bewohner und deren Angehörige auf Respekt, Rücksichtnahme und die Wahrung der Intimsphäre setzen können", sagte Sozialminister Stefan Grüttner.
"Durch die Begutachtung der Lebensbedingungen in Altenpflegeeinrichtungen in den Dimensionen Autonomie, Teilhabe und Menschenwürde durch das Heimverzeichnis wird die Lebensqualität zum Qualitätskriterium", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner.
Das Bundesverbraucherministerium fördert das Projekt www.heimverzeichnis.de, um Verbraucherinnen und Verbrauchern langfristig eine bundesweite unabhängige Datenbank zur Suche nach Altenpflegeeinrichtungen mit hoher Lebensqualität zur Verfügung zu stellen. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird erwartet, dass die Möglichkeiten der familiären Pflege, zum Beispiel durch die zunehmende gesellschaftliche Mobilität, eingeschränkt werden. Mit schätzungsweise 3,36 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland im Jahre 2030 wird die Frage der Lebensqualität in Altenpflegeeinrichtungen eine immer größere Rolle spielen. Bundesweit haben schon fast 1.160 Heime freiwillig ihre Lebensqualität von den 236 geschulten ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachtern im Auftrag des Heimverzeichnisses bewerten lassen. Das bedeutet, dass schon über zehn Prozent der Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland am Heimverzeichnis teilnehmen.
Durchgeführt wird das Projekt von der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungseinrichtungen im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V. Die Prüfkriterien wurden unter der wissenschaftlichen Leitung des Institutes für Soziale Infrastruktur (ISIS) unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesorganisationen der Heimträger, der Heimaufsicht, der Pflegekassen, des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verbraucherverbände erarbeitet. Konzeptionelle Grundlage bilden die WHO-Kriterien für die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen, die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, das Grundgesetz, das Sozialgesetzbuch sowie das Heimgesetz. Als Mindestanforderung für die Auszeichnung eines Heimes mit dem "Grünen Haken" müssen die Pflegeinrichtungen in den Bereichen Autonomie, Menschenwürde und Teilhabe jeweils mindestens 80 Prozent der Prüfkriterien erfüllen.

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