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Klöckner: "Grüner Haken steht für Lebensqualität in Altenheimen"

Elisabeth-Jäger-Haus in Bad Kreuznach ausgezeichnet

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesverbraucherministerin, Julia Klöckner, hat heute dem Elisabeth-Jäger-Haus in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) den "Grünen Haken" für seine hohe Lebensqualität überreicht.

Bei der öffentlichen Übergabe in den Räumen der Altenpflegeeinrichtung bezeichnete Klöckner die Konzeption des Elisabeth-Jäger-Hauses als "vorbildlich". "Mit der baulichen Ausrichtung in den Stadtteil Bad Kreuznach-Süd und den offenen Veranstaltungen fördert das Elisabeth-Jäger-Haus die Integration seiner Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Umgebung", hob Julia Klöckner hervor. Darüber hinaus sei es dem Pflegeteam durch sein großes Engagement gelungen, neben einer guten Pflege und Versorgung, ein menschenwürdiges Zuhause zu schaffen, so Klöckner weiter.

"Durch die Begutachtung der Lebensbedingungen in Altenpflegeeinrichtungen in den Dimensionen Autonomie, Teilhabe und Menschenwürde durch das Heimverzeichnis wird die Lebensqualität zum Qualitätskriterium", sagte Julia Klöckner. Sie forderte Verbraucherinnen und Verbraucher auf, neben Informationen zur medizinischen und pflegerischen Qualität bei den Heimen aktiv nach dem "Grünen Haken" zu fragen: "Am Grünen Haken können Verbraucher erkennen, ob ein Altenheim eine hohe Lebensqualität hat."

Lebensqualität schon bei zehn Prozent der Altenheime bewertet

Mehr als 1.100 Heime haben bisher freiwillig ihre Lebensqualität von den 236 geschulten ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachtern im Auftrag des Heimverzeichnisses bewerten lassen. Das bedeutet, dass schon zehn Prozent der Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland am Heimverzeichnis teilnehmen. Mehr als bei vergleichbaren Projekten auf freiwilliger Basis.

"Das ist ein großer Erfolg! Denn gerade, wenn das eigene Zuhause aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben werden muss, ist es für die Betroffenen und ihre Angehörigen wichtig zu wissen, dass auch in der neuen Umgebung Respekt, Rücksichtnahme und die Wahrung von Intimsphäre keine Fremdworte sind", so die Parlamentarische Staatssekretärin.

Heimverzeichnis ist Investition in die Zukunft

Das Bundesverbraucherministerium fördert das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro, um Verbraucherinnen und Verbrauchern langfristig eine bundesweite unabhängige Datenbank zur Suche nach Altenpflegeeinrichtungen mit hoher Lebensqualität zur Verfügung zu stellen. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird erwartet, dass sich die Möglichkeiten der familiären Pflege, beispielsweise durch die zunehmende gesellschaftliche Mobilität, künftig einschränken werden. Mit schätzungsweise 3,36 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland im Jahre 2030 wird die Frage der Lebensqualität in Altenpflegeeinrichtungen eine immer größere Rolle spielen.

Hintergrundinformationen zum Projekt www.heimverzeichnis.de

Durchgeführt wird das Projekt von der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungseinrichtungen im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V. Die Prüfkriterien wurden unter der wissenschaftlichen Leitung des Institutes für soziale Infrastruktur (ISIS) unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesorganisationen der Heimträger, der Heimaufsicht, der Pflegekassen, des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verbraucherverbände erarbeitet. Konzeptionelle Grundlage bilden die WHO-Kriterien für die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen, die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, das Grundgesetz, das Sozialgesetzbuch sowie das Heimgesetz. Als Mindestanforderung für die Auszeichnung eines Heimes mit dem "Grünen Haken" müssen die Pflegeinrichtungen in den Bereichen Autonomie, Menschenwürde und Teilhabe jeweils mindestens 80 Prozent der Prüfkriterien erfüllen.

Zum Internetangebot www.heimverzeichnis.de

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