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Klöckner: "Lebensqualität in Altenheimen immer wichtiger"

Lotte-Lemke-Haus erhält zum zweiten Mal den "Grünen Haken"

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesverbraucherministerin, Julia Klöckner, hat heute dem Altenzentrum "Lotte-Lemke-Haus" der Arbeiterwohlfahrt in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) den "Grünen Haken" für seine hohe Lebensqualität überreicht.

Das AWO Altenzentrum hatte schon 2009 erfolgreich an der jährlich zu wiederholenden Beurteilung seiner Lebensqualität durch die ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachter des Heimverzeichnisses teilgenommen.

Bei der Verleihung des Grünen Hakens in den Räumen des Altenzentrums bezeichnete Klöckner das Bestreben des Pflegeteams im "Lotte-Lemke-Haus" als "vorbildlich". "Im Lotte-Lemke-Haus" wird den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur eine gute Pflege und Versorgung geboten, sondern auch eine hohe Lebensqualität. Dem Pflegeteam ist es gelungen, ein menschenwürdiges Zuhause zu schaffen", sagte Julia Klöckner.

Gleichzeitig hob die Parlamentarische Staatssekretärin hervor, dass gerade unabhängige Informationen über die Lebensqualität in Altenheimen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Suche nach einem geeigneten Heim eine besondere Bedeutung haben: "Wenn schon das eigene Zuhause aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben werden muss, ist es für die Betroffenen und ihre Angehörigen wichtig zu wissen, dass auch in der neuen Umgebung auf Respekt, persönliche Wünsche oder Eigenheiten und auf die Wahrung von Intimsphäre geachtet wird." Diese Faktoren seien bei der Auswahl eines geeigneten Pflegeheimes genauso elementar wie eine hohe Qualität in der Pflege und Versorgung.

Klöckner forderte die Verbraucherinnen und Verbraucher auf, neben Informationen zur medizinischen und pflegerischen Qualität bei den Heimen aktiv nach dem "Grünen Haken" zu fragen: "Am Grünen Haken können Verbraucher erkennen, ob ein Altenheim eine hohe Lebensqualität hat." Die Auszeichnung von Heimen mit dem Grünen Haken finden Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Internetseite www.heimverzeichnis.de. Ziel dieser unabhängigen bundesweiten Datenbank ist es, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen schnell und unkompliziert vergleichbare Informationen über die Lebensqualität der Altenheime in ihrer Umgebung bereitzustellen.

Hintergrundinformationen zum Projekt www.heimverzeichnis.de

Seit dem Start der Datenbank im Februar 2009 haben sich über 1.112 Heime an diesem Projekt beteiligt. Damit haben deutlich mehr Altenheime die Chance genutzt, ihre Lebensqualität durch die speziell geschulten, ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachter des Heimverzeichnisses bewerten zu lassen als bei vergleichbaren Projekten auf freiwilliger Basis. Durchgeführt wird das vom Bundesverbraucherministerium geförderte Projekt von der Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungseinrichtungen im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V.

Die bei der Bewertung angelegten Prüfkriterien wurden unter der wissenschaftlichen Leitung des Institutes für soziale Infrastruktur (ISIS) unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesorganisationen der Heimträger, der Heimaufsicht, der Pflegekassen, der Medizinischen Dienste der Krankenkassen, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen und der Verbraucherverbände erarbeitet. Konzeptionelle Grundlage für die Kriterien bilden die WHO-Faktoren der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen, die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, das Grundgesetz, das Sozialgesetzbuch sowie das Heimgesetz. Als Mindestanforderung für die Auszeichnung eines Heimes mit dem "Grünen Haken" müssen die Pflegeinrichtungen in den Bereichen Autonomie, Menschwürde und Teilhabe jeweils mindestens 80 Prozent der Prüfkriterien erfüllen.

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