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Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner besucht Bioenergie-Region Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz

Nachhaltige Energieversorgung mit klugen Technologie-Kombinationen

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat heute die Bioenergie-Region Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz besucht. "In den kommenden Jahrzehnten müssen wir unseren Energiebedarf nicht nur deutlich begrenzen, sondern von begrenzten Ressourcen unabhängiger gestalten. Biomasse wird einen großen Teil dazu beitragen. Schon heute stammen mehr als zwei Drittel der gesamten regenerativen Energie aus Biomasse", sagte Aigner bei ihrem Besuch auf der Reichsburg in Cochem.

Die Bioenergie-Region Cochem-Zell hat ganz unterschiedliche Quellen aus erneuerbarer Energie sinnvoll miteinander verbunden. Dazu gehört zum Beispiel ein optimierter Einsatz von Holzhackschnitzeln durch eine Holz-Sonne-Kopplung und ein Schulzentrum, das auf der Basis von Holz mit Wärme versorgt wird. Aigner lobte die Null-Emissions-Strategie von Cochem-Zell und den damit verbundenen effizienten Einsatz verschiedener regenerativer Energien: "Solche Ansätze taugen dazu, unsere Energieversorgung in Deutschland auf erneuerbare Grundlagen zu stellen." Die Bioenergie eigne sich aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten hervorragend, um Lastspitzen und naturbedingte Ausfälle von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen, so Aigner weiter. Sie spiele bei der Umsetzung des ambitionierten Energiekonzeptes der Bundesregierung eine wesentliche Rolle.

Ministerin Aigner mit Vertretern der Bioenergie-Region Cochem-Zell Quelle: BLE / von Leoprechting

In Cochem-Zell sei es gelungen, die Akteure und teilweise widerstreitende Interessen zusammen zu bringen. "Das sind entscheidende Schritte, um die Regionen einem gemeinsamen Ziel näher zu bringen: Den ländlichen Raum mit Hilfe nachhaltiger Biomassenutzung energieunabhängiger und lebenswerter zu machen", sagte Aigner.

Die Bioenergie-Region Cochem-Zell gehört zu den 25 Gewinnern des Wettbewerbs "Bioenergieregionen" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und wird mit einem Betrag von rund 400.000 Euro gefördert. Seit Juni 2009 setzt der Landkreis sein Regionalentwicklungskonzept um. Der Ausbau der Bioenergie ist dabei oberstes Ziel. Mit dem Motto "Mehrwert durch Bioenergie" setzt die Region darauf, die regionale Wertschöpfung mit den vorhandenen Biomasse-Potenzialen zu erhöhen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Bioenergie-Regionen gibt es im Internet unter www.bioenergie-regionen.de.

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