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Aigner: Waldklimafonds für die Zukunft der Wälder notwendig

"Die Klimakonferenz in Kopenhagen hat gezeigt, wie wichtig die Erhaltung und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder der Erde für das Weltklima sind. Um die Leistungen unserer deutschen Wälder für den Klimaschutz zu verstärken und sie fit für den Klimawandel zu machen, benötigen wir einen Waldklimafonds, der mit 50 Millionen Euro jährlich aus dem Emissionshandel ausgestattet ist", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Mit dem Geld kann die Verbesserung der Kohlenstoffspeicherung in den Wäldern, zum Beispiel durch die Stabilisierung des Wasserhaushaltes und den Erhalt und die Renaturierung von Waldmooren, vorangetrieben werden. Ebenso können Schulungen für Waldbesitzer finanziert werden, damit diese sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können. Durch den Klimawandel drohen auch den Wäldern zunehmend Dürren und Stürme.

Deutschland verfügt über 11 Millionen Hektar Wald, der nachhaltig bewirtschaftet wird. "Dadurch haben wir die höchsten Holzvorräte Europas aufgebaut. Sie speichern mittlerweile 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Jedes Jahr werden zusätzliche 17 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden." Der Bau- und Werkstoff Holz ist wesentlich weniger energieaufwändig in der Produktion als andere Rohstoffe. Mit jedem genutzten Kubikmeter Holz werden der Atmosphäre 1 Tonne Kohlendioxid entzogen und dann in Gebäuden oder Möbeln über viele Jahrzehnte festgelegt.

Bei der Landwirtschaft hat man sich auf die Erarbeitung eines Arbeitsprogramms geeinigt, was nun im nächsten Jahr konkretisiert werden muss. Um die landwirtschaftlichen Treibhausgase zu begrenzen, den Wirtschaftssektor an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig die rasch wachsende Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren, muss die Klimaeffizienz in der Agrarproduktion verbessert und die Erträge weiter gesteigert werden. Forschung und Entwicklung sowie Technologietransfer sind hier die Schlüsselelemente. Das Bundeslandwirtschaftministerium ist zusammen mit 20 anderen Ländern schon einen Schritt voraus gegangen und als Gründungsmitglied der Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases beigetreten, die Industrie- und Entwicklungsländern am 16. Dezember 2009 in Kopenhagen gemeinsam vereinbart haben.

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