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Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Züchtung von widerstandsfähigen und fruchtbaren Milchkühen

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert mit rund 900.000 Euro ein Projekt, mit dem künftig die Merkmale Gesundheit und Fruchtbarkeit in der Deutschen-Holstein-Zucht besser als bisher berücksichtigt werden können.

Der Bescheid wurde vergangene Woche an die Projektpartner überreicht. Diese sind das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie die Firmen Masterrind, Hölscher + Leuschner und FirmTec. Sie werden in den nächsten drei Jahren Methoden entwickeln, die Aufschluss auf Gesundheit und Fruchtbarkeit von Milchkühen geben.

Schlüsselmerkmale für die Zucht müssen objektiv mess- und erfassbar sein, um sie berücksichtigen zu können. Das soll die im Projekt zu entwickelnde innovative Technik ermöglichen. So wird in der Milch der Progesterongehalt gemessen, der Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit erlaubt. Mit Kameraaufnahmen wollen die Projektteilnehmer die Körperkondition der Kühe messen und Wärmebildaufnahmen sollen Entzündungen schneller und sicherer erkennbar machen. Die Daten sollen auf speziell dafür entwickelten Geräten automatisch erfasst und elektronisch in die Zuchtzentrale weiter geleitet werden. Dabei profitieren nicht nur die Zuchtorganisationen, sondern vor allem die Landwirte: Sie können die gewonnenen Informationen direkt zum Herdenmanagement verwenden. Nach der Auswertung wird ein Konzept für die Berücksichtigung von Gesundheit und Fruchtbarkeit in den Zuchtprogrammen erstellt.

Die Steigerung der Milchleistung muss demnach nicht zwangsläufig zu Lasten von Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere gehen. Durch die Berücksichtigung dieser Merkmale kann man eine hohe Milchleistung mit guter Gesundheit und Fruchtbarkeit bei den Milchkühen verbinden und letztlich auch die Wirtschaftlichkeit der Milchviehbetriebe steigern.

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