Navigation und Service

Mit unseren In Form-Aktivitäten wollen wir überzeugen und motivieren

Drei Fragen an Julia Klöckner

Datum:
29.09.10

Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMELV beantwortet der Zeitschrift "Markenartikel" Fragen zur Ernährung, der Initiative IN FORM und Werbung für Lebensmittel.

1. Frage: Fehlernährung führt unbestritten bereits bei Jugendlichen zu vermeidbaren Krankheiten; leicht steht die Industrie am Pranger. Wie stehen Sie, Frau Klöckner, zu Unternehmensinitiativen und Aufklärungskampagnen wie "Sport und Gesundheit" oder Aktionen in Verbindung mit dem Schulsport oder Pausenbrot?

Klöckner: Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung tut gut, hält fit und erhöht die Lebensqualität. Außerdem trägt er zur Vermeidung einer ganzen Reihe von Krankheiten bei. Deshalb haben wir vor knapp zwei Jahren den nationalen Aktionsplan "In Form – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" gestartet. Unter dem Dach von In Form gib es eine ganze Reihe von Maßnahmen, die sich an Kinder, Jugendliche und Senioren richten. Alle sind eingeladen, sich an den Projekten zu beteiligen, auch die Unternehmen. Projekte, die den Zielen von In Form entsprechen, können im übrigen das Logo "unterstützt die Ziele von In Form" beantragen und damit deutlich machen, dass sie an dieser wichtigen Aufgabe mitarbeiten. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.in-form.de.

2. Frage: Halten Sie die staatliche Regulierung in Bezug auf Werbeverbote für bestimmte Produktkategorien für die richtige Lösung, oder setzen Sie lieber auf das verantwortungsbewusste Verhalten der Hersteller? Welche Wünsche hätten Sie in diesem Zusammenhang?

Klöckner: Mit unseren In Form-Aktivitäten wollen wir überzeugen und motivieren. Wir wollen die Menschen nicht belehren und erst recht nicht ihre Lebensweise diskriminieren. Den individuellen Lebensstil kann und soll der Staat nicht reglementieren. Allerdings hat die Wirtschaft eine besondere Verantwortung hinsichtlich der Werbung, insbesondere wenn direkt oder indirekt Kinder und Jugendliche angesprochen werden. Der Deutsche Werberat hat im vergangenen Jahr neue Verhaltensregeln über die kommerzielle Kommunikation für Lebensmittel veröffentlicht, die sich insbesondere mit diesem Teil der Werbung befassen. Dies ist eine gute Grundlage, auf der jedes Unternehmen zeigen kann, wie ernst es diese Verantwortung nimmt.

3. Frage: In Verbindung mit Zigaretten kommt "Plain Packaging" wieder in die Diskussion. Sind neutralisierte Verpackungen ohne Bild- und Wortlogo des Markeninhabers für Sie – möglicherweise sogar bei bestimmten Nahrungsmitteln – denkbar?

Klöckner: Eine Maßnahme wie "Plain Packaging" ist nicht Gegenstand der geltenden Rechtsvorschriften und wird in diesem Zusammenhang bislang auch nicht diskutiert. Im Übrigen halte ich es für eine Angelegenheit der Lebensmittelunternehmer, wie sie ihre Packungen gestalten. Selbstverständlich müssen die betreffenden Unternehmer hierbei die Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung und zum Täuschungsschutz beachten. Die Lebensmittelüberwachung hat dies zu kontrollieren.

Quelle: Zeitschrift Markenartikel, Ausgabe September 2010

Interview mit:
Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner
Fragen von:
Uwe Käckenhoff (Markenartikel)

Diese Seite

Zusatzinformationen

Die Ministerin

Ilse Aigner

App in den Wald

Waldfibel-App (verweist auf: Die Waldfibel)

Die Waldfibel gibt es als Broschüre, App fürs iPhone, iPad und Android Smartphone sowie als Windowsprogramm

"Zu gut für die Tonne"

Brot, Käse, Apfel mit Schriftzug zu gut für die Tonne (verweist auf: Zu gut für die Tonne)

Informationen zur BMELV-Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelkennzeichnung

Logo www.lebensmittelklarheit.de (verweist auf: Die Internetplattform www.lebensmittelklarheit.de)

Portal der Verbraucherzentralen, gefördert durch das BMELV im Rahmen der Initiative "Klarheit und Wahrheit"

Lebensmittelsicherheit

Schriftzug von der Internet-Seite www.lebensmittelwarnung.de - Das Portal der Bundesländer (verweist auf: Internetplattform www.lebensmittelwarnung.de der Länder zur Verbraucherinformation über Lebensmittelwarnungen (Öffnet neues Fenster))

Auf einen Blick: Warnungen und Informationen der Öffentlichkeit zur Lebensmittelsicherheit

Charta für Landwirtschaft und Verbraucher (verweist auf: Informationen zur Charta)

BMELV im Web 2.0

YouTubeKanal des BMELV BMELV auf Twitter BMELV auf Twitter und YouTube folgen

Videos

Bundesregierung-YouTube-Kanal (verweist auf: YouTube-Kanal der Bundesregierung (Öffnet neues Fenster))

Video

Logo der Deutschen Gebärdensprache (verweist auf: Übersicht der Gebärdensprachfilme)

Übersicht der Gebärdensprachfilme

Unternavigation aller Website-Bereiche