Geht die Herstellung von E10 zu Lasten der Welternährung?
Grundsätzlich gilt: Der Anbau von Nahrungsmitteln muss Vorrang haben vor dem Anbau von Energiepflanzen. Auf die Produktionsmenge haben neben der Marktentwicklung auch Witterung, Produktivität, Ernte- und Nachernteverluste Einfluss.
Getreideverwertung, Quelle: BMELV
Palmölnutzung weltweit 2010, Quelle: BMELV
Globaler Zuckerverbrauch 2010, Quelle: BMELV
Mit rund 144 Millionen Tonnen (2008) fließen aber nur rund 6,4 Prozent der Weltgetreideernte (2,2 Milliarden Tonnen) in die Produktion von Biokraftstoffen. Und nur auf zwei bis drei Prozent der weltweiten Ackerflächen werden derzeit Energiepflanzen wie Raps, Mais, Zuckerrohr oder Ölpalmen angebaut.
Richtig ist aber auch: Hunger ist vor allem ein Armutsproblem. Es hat mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun und bedeutet nicht, dass grundsätzlich zu wenig Nahrungsmittel produziert würden.
Weitere Fragen:
- Inwiefern schützt E10 die Umwelt und Ressourcen?
- Aus welchen Ländern kommen die Rohstoffe für E10?
- Wie sieht die Klimabilanz für E10 im Vergleich zum Super Benzin als fossiler Brennstoff konkret aus?
- Geht die Herstellung von E10 zu Lasten der Welternährung?
- Mit welchen Aktivitäten arbeitet das BMELV an der Sicherung der Welternährung?

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