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Wie ist das in Amflora vorhandene Resistenz-Gen zu beurteilen?

Amflora enthält ein Antibiotika-Resistenzmarkergen (nptII-Gen). Deshalb hatten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU-Arzneimittelbehörde Bedenken geäußert.

Das wissenschaftliche Gremium für gentechnisch veränderte Organismen (GMO-Panel) der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Rahmen der Zulassungsprüfung diese Bedenken geprüft. Das Gen npt II wurde in die Gruppe der Gene eingeordnet, für die bezüglich der Sicherheit kein Grund besteht, ihre Verwendung zu verbieten oder einzuschränken. Das gilt sowohl für Feldversuche als auch für das Inverkehrbringen. Dies  wird damit begründet, dass zum einen dieses Gen auch natürlicherweise in bestimmten Bodenbakterien vorkommt und zum anderen ein Übergang von solchen Antibiotika-Resistenzgenen von GV-Pflanzen auf Bakterien bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

Diese Stellungnahme wurde von einem aus 42 Experten bestehenden Gremium für Gentechnik und für Biologische Gefahren im Juni 2009 veröffentlicht.

Allerdings beinhaltet die Feststellung der EFSA vom Juni 2009 auch zwei Minderheitenvoten, die einen Transfer von Resistenzgenen von GVO-Pflanzen auf Bakterien nicht grundsätzlich ausschließen.

Die Sicherheitsbewertung für das nptII-Gen lässt auch nach Aussage der nationalen Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) vom Dezember 2008  keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und die Umwelt erwarten .

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